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Radio Hamburg

Terrordrohung

Aufruf zu Anschlägen in Deutschland

Berlin, 07.08.2014
Polizei, Polizist

Der deutsche Salafist Silvio K. ruft zu Anschlägen in Deutschland auf.

Eine islamistische Terrordrohung alarmiert deutsche Sicherheitsbehörden. Der Salafist Silvio K. (27) ruft zu Anschlägen in Deutschland auf.

Silvio K. ist Mitglied und Sprachrohr der Terrorgruppe Islamistischer Staat (IS). Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten am Donnerstag (7.08.) von der Terrordrohung. 

US-Atombombenlager im Visier von Terroristen?

Dabei soll auch das US-Atombombenlager auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz im Visier der Terroristen liegen. Als weitere Anschlagsziele nennt der Extremist öffentliche, private und kirchliche Einrichtungen, Ämter und Behörden, Transportwege und Verkehrsmittel.

Innenministerium bestätigt Terrordrohung

Das Bundesinnenministerium bestätigt die Terrordrohung. Sicherheitsbehörden nehmen sie ernst. Objekt- und Personenschutzmaßnahmen sind angelaufen. Terrorexperten schließen bevorstehende Anschlagsversuche von Einzeltätern oder Gruppen nicht aus.

Silvio K. "Star der dschihadistischen Szene"

Der gebürtige Sachse Silvio K., der erst in Essen und dann in Solingen zum verbotenen Salafisten-Verein Millatu Ibrahim gehörte, bewegt sich zurzeit im syrischen Kampfgebiet. Ermittler halten ihn für gefährlich und unberechenbar. Erst vor zwei Wochen war K. durch Recherchen der Funke Mediengruppe als neues deutsches Gesicht der Terrorgruppe IS enttarnt worden. "Er ist ein Star der dschihadistischen Szene und findet Gehör bei 5.000 bis 10.000 Salafisten in Deutschland", sagt der Terrorexperte Guido Steinberg.

Schriftliche Terrordrohung: Aufruf zum "Kampf gegen Ungläubige"

Die schriftliche Terrordrohung, die über das Internet verbreitet wird, liegt der Funke Mediengruppe vor. Als "Krieger Allahs" fordert K. zum Kampf gegen Ungläubige in Deutschland auf. "Verpasst ihnen einen Schlag, den sie niemals vergessen werden", heißt es in dem Aufruf. Dann werden unterschiedliche Angriffsziele und Ausführungsvarianten genannt.

Drohung gegen US-Atomwaffenlager in Deutschland

Vor allem die konkrete Anschlagsdrohung gegen das einzige US-Atomwaffenlager in Deutschland schlägt Wellen. Nach Informationen der Funke Mediengruppe wurde der Sicherheitsgürtel rund um das Nukleardepot auf dem Fliegerhorst Büchel, nahe Koblenz, verstärkt. In dortigen Bunkern sollen bis zu 20 taktische Atombomben gelagert sein; jede einzelne hat ein Vielfaches der Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. 

Strenge Sicherheitsmaßnahmen in Ramstein

Strenge Sicherheitsmaßnahmen gelten laut LKA Rheinland-Pfalz auch für den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein, für den es ebenfalls ein islamistisches Anschlagsszenario gibt. "Wir arbeiten eng mit den deutschen Behörden zusammen", sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin.

Innenministerium: "Abstrakt hohe Gefährdung" durch Terrorismus

Das Bundesinnenministerium sieht "eine abstrakt hohe Gefährdung für die innere Sicherheit, die jederzeit in Form von Anschlägen real werden kann". Die Terrordrohung zeige,"dass Deutschland nach wie vor im Fokus des dschihadistischen Terrorismus steht", sagte ein Sprecher. "Eine besondere Gefahr" gehe von Syrien-Rückkehrern mit Kampferfahrung und Kontakten zu dschihadistischen Gruppen aus.

BKA spricht von Videobotschaft

Für Irritationen sorgte gestern das Bundeskriminalamt. "Dem BKA ist diese Videobotschaft bekannt", sie werde "grundsätzlich ernst genommen", sagte ein Sprecher. Tatsächlich gibt es in diesem Fall keine Videobotschaft, sondern einen schriftlichen Anschlagsaufruf. Auf Rückfrage war von einem "Büroversehen" die Rede. Doch auch in einer korrigierten Stellungnahme spricht das BKA von einer "Videobotschaft".

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Silvio K. drohte mit Attentat auf Merkel

Silvio K. hatte bereits in Deutschland mit einem Attentat auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gedroht. In Syrien leistete er den Treueeid auf IS-Terrorchef Abu Bakr al-Baghdadi und wird seither mit internationalem Haftbefehl gesucht. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn führt nach Angaben des LKA NRW die Bundesanwaltschaft.

Ehemalige Nachbarn haben Angst vor Rache

Unterdessen haben ehemalige Nachbarn von K. in Solingen Angst vor möglichen Racheakten von Salafisten. Einige werden in dem Anschlagsaufruf persönlich bedroht. Von der Polizei wurden sie bereits entsprechend gewarnt. Streifenwagen patrouillierten zuletzt verstärkt in der Siedlung.

(dpa/mgä)

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