Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Feuer auf Adria-Fähre

250 Menschen warten auf Rettung

Rom, 29.12.2014
Norman Atlantic Feuer auf Fähre

Feuer auf der "Norman Atlantic": Dichter Rauch und Dunkelheit erschweren die Arbeit der Retter.

Rund 24 Stunden nach dem Ausbruch eines Feuers an Bord einer Adria-Fähre harren noch immer mehr als 250 Menschen auf dem Schiff aus.

Rund um die Uhr sind die Retter im Einsatz. Dichter Rauch und Dunkelheit erschweren jedoch ihre Arbeit. Der Albtraum der an Bord der "Norman Atlantic" festsitzenden Menschen nimmt nur langsam ein Ende. Rund 250 Menschen harren noch immer auf dem Schiff aus. Die Rettungskräfte waren zwar durchgängig im Einsatz, doch Dunkelheit und dichter Rauch machten ihnen zu schaffen. Wie die italienische Marine am frühen Montagmorgen mitteilte, wurden bislang 221 Menschen von der "Norman Atlantic" gerettet. 257 weitere befanden sich demnach jedoch noch auf dem Schiff. Der Marine zufolge wurden inzwischen Ärzte an Bord gebracht.

18 Deutsche an Bord

Die Fähre der griechischen Anek Lines war auf dem Weg von Patras in Griechenland nach Ancona in Italien, als am frühen Sonntagmorgen  nordwestlich der Insel Korfu vermutlich auf dem Autodeck ein Feuer ausbrach. Das Schiff trieb anschließend manövrierunfähig zwischen der italienischen und albanischen Küste. 478 Menschen waren insgesamt an Bord, darunter wahrscheinlich auch 18 Deutsche. Sturm und hohe Wellen hatten den Hilfseinsatz erschwert. Bis Mitternacht waren 190 Menschen nach Marine-Angaben gerettet worden.

Feuer ist unter Kontrolle

Die meisten der Geretteten wurden mit Hubschraubern auf andere Schiffe gebracht, die zur Hilfe geeilt waren. Mehrere Menschen, darunter eine Schwangere und Kinder, kamen ins Krankenhaus. Nach offiziellen Angaben starb ein Grieche beim Sprung von Bord. Die Flammen an Bord der Fähre seien unter Kontrolle, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Es könnte jedoch weitere Glutnester im Inneren des Schiffes geben, und es qualme weiter. Das italienische Marine-Schiff "San Giorgio" übernahm am Sonntagabend die Einsatzleitung. Wohin die Fähre geschleppt wird, war noch nicht ganz klar - möglicherweise ins süditalienische Brindisi.

Ursache weiter unklar

Über die Ursache des Brandes auf dem Schiff wurde weiter spekuliert. Möglicherweise waren Laster überladen. Lkw-Fahrer berichteten in griechischen Medien, dass einige Fahrzeuge Olivenöl geladen hätten und dass das Fahrzeugdeck überladen gewesen sei. Ein Funke könne da schnell einen Brand auslösen. Bei einer Kontrolle sollen Mängel auf dem Schiff festgestellt worden sein, unter anderem an Sicherheitstüren und bei der Beleuchtung. Der Schiffsbauingenieur Giorgos Margetis sagte dem griechischen Sender Skai, die Schäden könnten aber nicht gravierend gewesen sein - andernfalls wäre die "Norman Atlantic" am Auslaufen gehindert worden. Die Reederei hatte betont, dass das Schiff fahrtüchtig gewesen sei.

(dpa/lhö)

comments powered by Disqus