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Radio Hamburg

"The Interview"

Nordkorea beleidigt Präsident Obama als Affe

Washington D.C., 27.12.2014
Barack Obama

Nordkorea beleidigte den US-Präsidenten Barack Obama, nachdem der Film "The Interveiw" in den USA nun doch anlief. 

Nachdem der umstrittene Film "The Interview" nun doch in den USA anlief, beleidigte Nordkorea sogar Präsident Obama und drohte mit "tödlichen Schlägen".

Nordkorea schlägt weit unter der Gürtellinie zu und beleidigt US-Präsident Obama. Der Streit um den Cyber-Angriff auf das Filmstudio Sony Pictures eskaliert. Mit Drohungen und rassistischen Verbalangriffen gegen US-Präsident Barack Obama hat Nordkorea auf den Kinostart der Satire "The Interview" reagiert. In dem Film geht es um den fiktiven Mordkomplott gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un.

Premiere abgesagt

Die Nationale Verteidigungskommission warf Obama am Samstag vor, die Aufführung des Films von Sony Pictures durchgesetzt zu haben. Obama würde sich "in Worten und Taten immer rücksichtslos wie ein Affe in einem Tropenwald" verhalten, zitierten die Staatsmedien einen Sprecher des wichtigsten Entscheidungsgremiums des kommunistischen Regimes.  Die Premiere des Films war nach Terrordrohungen und Hackerangriffen auf Sony Pictures abgesagt worden, er kann nun in den USA aber in ausgewählten Kinos gesehen werden.

Gemeinsame Ermittlung nach Hacker?

Zudem machte die Kommission die USA für die Störungen der Internetverbindungen der vergangenen Tage in Nordkorea verantwortlich. Mitten in dem Streit mit den USA um Hackerangriffe auf das Sony-Filmstudio in Hollywood fiel in Nordkorea das Internet zeitweise, aber auch einmal stundenlang komplett aus. Nordkorea wies erneut Vorwürfe der USA zurück, hinter der Cyber-Attacke zu stecken, die zuletzt gegen Sony Pictures stattgefunden hatten. Den USA warf das Regime in Pjöngjang vor, die Vorwürfe ohne klare Beweise vorgebracht zu haben. Zugleich bekräftigte Nordkorea den Vorschlag für eine gemeinsame Ermittlung zu dem Hacker-Angriff. Dies dürfte nach Ansicht von Beobachtern jedoch kaum ernsthaft gemeint sein. 

Nordkorea droht mit "tödlichen Schlägen"

Die Kommission drohte den USA: Sollten diese trotz Warnungen weiter "an ihrer arroganten und verbrecherischen willkürlichen Praxis festhalten", werde Nordkorea der "gescheiterten Politik mit unentrinnbaren tödlichen Schlägen antworten". Trotz Terrordrohungen war "The Interview" am Donnerstag in den USA angelaufen. Die Nordkorea-Satire spielte nach US-Medienberichten am ersten Tag fast eine Million Dollar (821 000 Euro) ein. Die Summe ist beachtlich, da landesweit nur rund 300 unabhängige Kinos den Streifen zeigten.

(dpa/asc)

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