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Radio Hamburg

Glückliches Ende

Flugzeugentführung endet in Genf

Genf , 17.02.2014
Ethiopian Airlines

Ein Passagierflugzeug von Ethiopian Airlines  ist am Montagmorgen entführt worden.

Ein Flugzeug der Ethiopian Airlines ist am Montag entführt und zur Landung auf dem Flughafen Genf gezwungen worden. Dies bestätigte ein Sprecher des Genfer Flughafens.

Ein Copilot der Ethiopian Airlines hat am frühen Montagmorgen seine eigene Passagiermaschine mit mehr als 200 Menschen in die Schweiz entführt. Eskortiert von Luftwaffen-Kampfjets landete die Boeing 767 gegen 06.00 Uhr auf dem Flughafen von Genf, wo der Entführer sich widerstandlos festnehmen ließ. Der 31-jährige Äthiopier gab an, er sei in seiner Heimat gefährdet und wolle in der Schweiz einen Asylantrag stellen.

Captain verließ kurz das Cockpit

Der Entführer nutzte eine kurze Abwesenheit seines Chefpiloten, wie der Genfer Polizeisprecher Eric Grandjean bei einer Pressekonferenz erklärte. "Als der Captain zur Toilette ging, hat er sich im Cockpit eingeschlossen." Zum dem Zeitpunkt befand sich die Maschine, die kurz nach Mitternacht in Addis Abeba gestartet war, noch mit Kurs auf Rom über Italien. Nachdem die äthiopische Maschine den Kurs gewechselt hatte, ließ die italienische Luftwaffe nach eigenen Angaben zwei Eurofighter-Kampfjets aufsteigen. Über den Alpen hätten dann französische Kampfjets die Begleitung des Passagierflugzeugs nach Genf übernommen, hieß es in einer Mitteilung.

Haftstrafe bis zu 20 Jahren

Der dortige Flughafen wurde umgehend gesperrt. Zahlreiche Flüge von und nach Genf mussten gestrichen werden. Kurz nach der Landung seilte sich der Copilot aus dem Cockpitfenster ab und stellte sich einem Großaufgebot von Polizisten. Er müsse nun mit einer Anklage wegen Entführung und Gefährdung der Luftfahrtsicherheit rechnen, erklärte die Genfer Staatsanwaltschaft. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Äthiopier in der Schweiz bis zu 20 Jahre Haft. Ob der Mann tatsächlich in seiner Heimat gefährdet war, blieb zunächst unklar. Nach Angaben der Organisation Human Rights Watch (HRW) hat sich die Menschenrechtslage in Äthiopien verschlechtert. Regimegegner seien willkürlichen Verhaftungen und Folter ausgesetzt, hieß es im Oktober 2013 in einem HRW-Bericht.

(dpa/fbu)

 

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