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Radio Hamburg

Regen und Schnee

Wetterchaos in Großbritannien und USA

Atlanta/London, 13.02.2014
Schneesturm, USA, New York

Die USA versinkt in starken Schneefällen, Großbritannien leidet hingegen unter extremen Regenfällen und Überschwemmungen.

Der Süden der USA erlebt einen der schlimmsten Wintereinbrüche der vergangenen Jahre und auch London kämpft mit dem schlechten Wetter.

Ein Sturm mit heftigen Schneefällen und Eisregen hat mehrere Bundestaaten im Süden der USA verwüstet und ins Chaos gestürzt. Laut Medienberichten kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben. Von Texas bis an die Ostküste waren zudem mehr als 600.000 Haushalte und Betriebe ohne Strom. Der Wetterkanal "Weather Channel" bezeichnete den erneuten Wintereinbruch im sonst warmen Süden als einen der schlimmsten seit Jahren. Die örtlichen Stromversorger wiesen daraufhin, dass die Unterbrechungen Tage dauern können. Präsident Obama rief in mehr als 120 Bezirken den Notstand aus. Tausende Flüge mussten gestrichen werden oder waren verspätet.

Voraussichtlich 30 Zentimeter Neuschnee

Der Sturm nahm inzwischen Kurs auf New York, wo mehr als 30 Zentimeter Schnee erwartet wurden. In der Hauptstadt Washington blieben Bundesbüros geschlossen. Blitzeis und Schnee brachten vielerorts auch den Straßenverkehr zum Stillstand - selbst Streuwagen und Räumfahrzeuge blieben stecken. "Bleiben Sie zu Hause, wenn sie können", forderten die Behörden in North Carolina die Bewohner auf. Festsitzende Autofahrer riefen sie auf, ihre Wagen nicht zu verlassen, sondern sich warm zu halten und auf Hilfe zu warten. Die Nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA stand in den betroffenen Staaten mit Generatoren, Wasser, Essen, Decken und Pritschen bereit. Weniger geplagte Orte liehen zusätzliche Streufahrzeuge an ihre Nachbarn aus. "Stocken Sie ihre Vorräte auf", riet Georgias Gouverneur Nathan Deal. Hunderttausende Betten standen in Notunterkünften für diejenigen bereit, die wegen glatter Straßen nicht nach Hause fahren konnten. Mancherorts kam es trotzdem zu langen Staus auf den Highways. Bereits am Mittwoch waren Schulen geschlossen worden, um Einsatzkräften die Aufräum- und die Reparatur-Arbeiten an Stromleitungen zu erleichtern. Auch am Donnerstag wurden Schulschließungen angeordnet. Weil in den USA viele Leitungen überirdisch über Masten verlaufen, können Äste und Bäume, die wegen der Schnee- und Eismassen auf Kabel stürzen, ganze Viertel vom Stromnetz abkoppeln.

Tausende Schüler übernachten in Schulen

Erst vor zwei Wochen hatte eisiges Winterwetter im Süden der USA zu einem Verkehrschaos geführt. Autofahrer steckten teils 18 Stunden und länger mit ihren Wagen fest. Tausende Schüler mussten in Schulen übernachten, mindestens ein Kind kam in einem der gestrandeten Autos zur Welt. Georgias Gouverneur Deal war Ende Januar wegen seines schlechten Katastrophenmanagements kritisiert worden.

Sturmfluten in Großbritannien

Der warme Winter mit heftigen Stürmen und sintflutartigem Regen hält Großbritannien und Irland weiter im Würgegriff. Am Donnerstag (13.02) waren 80.000 Haushalte in Großbritannien und sogar 190.000 in Irland ohne Stromversorgung, wie die Energieversorger in beiden Ländern mitteilten. Stürme mit Windgeschwindigkeiten von deutlich mehr als 100 Kilometern pro Stunde hatten in der Nacht zum Donnerstag Stromleitungen gekappt. Im englischen Wiltshire starb nach Polizeiangaben ein älterer Mann. In Manchester wurde ein Mann von einer durch die Luft gewirbelten Zaunlatte bewusstlos geschlagen. Allein in Großbritannien gelten für 16 Regionen in drei Grafschaften ernste Sturmwarnungen, die Lebensgefahr für die Bewohner bedeuten können.

Größte Niederschlagsmenge seit 1910

Viele Menschen verließen ihre Häuser aus Furcht vor den Fluten - inzwischen stehen im Süden Englands große Flächen unter Wasser. Mehrere Zugverbindungen in Großbritannien und Irland sind unterbrochen, nachdem Erdrutsche und Unterspülungen die Gleise unbenutzbar gemacht hatten. Die Regenfälle halten bereits seit Anfang Dezember an. Im Januar wurde der Jahresbeginn mit der größten Niederschlagsmenge seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1910 verzeichnet. Für die nächsten Tage sagen die Wetterexperten weitere Stürme und nochmals heftige Regenfälle voraus.

(dpa/fbu)

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