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Radio Hamburg

Russische Regierung

Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt

Moskau, 26.02.2014
Wladimir Putin

Russland versetzt die Truppen in Westrussland in Alarmbereitschaft.

Säbelrasseln um die Ukraine: Die Nato wird demokratische Reformen in der Ex-Sowjetrepublik unterstützen. Die Reaktion aus Moskau lässt nicht auf sich warten.

Mit militärischen Muskelspielen heizt Russland die ohnehin gespannte Lage in der Ukraine weiter auf. Kremlchef Wladimir Putin ordnete kurz nach dem Machtwechsel im Nachbarland eine Überprüfung der Gefechtsbereitschaft der russischen Streitkräfte an. Das habe aber nichts mit den Ereignissen in der Ukraine zu tun, betonte Moskaus Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Mittwoch. Die Nachricht aus Moskau kam, kurz nachdem die Nato als Militärbündnis der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik Unterstützung bei den demokratischen Reformen zugesichert hatte.

Säbelrasseln in der Ukraine

Beobachter sahen darin vor allem ein Säbelrasseln - und keine Drohung der Russen gegen das "Brudervolk". Gleichwohl sitzen die Ängste bei nicht wenigen Menschen in der Ukraine tief, dass Russland auch sein Militär einsetzen könnte, um etwa eine Abspaltung russischsprachiger Gebiete im Osten und Süden zu unterstützen - ganz zu schweigen von der Halbinsel Krim, die viele Russen als ihr Territorium ansehen. Dort ließ Schoigu Schritte einleiten, um die russische Schwarzmeerflotte besser zu schützen - vor möglichen Übergriffen radikaler Nationalisten mit Waffen in der Hand.

Truppen in Gefechtsbereitschaft

Zur Überprüfung der Gefechtsbereitschaft gehörten auch mehrere Übungen, meinte der Minister. "Sie finden an der Grenze zu mehreren Ländern statt, darunter auch zur Ukraine", sagte Schoigu. Ziel sei es, die Kampfbereitschaft der Kräfte zu prüfen. Der aus heiterem Himmel angeordnete Vorgang stehe in Einklang mit internationalen Verträgen, versicherte der Minister. Geprüft werde die Bereitschaft von etwa 150.000 Soldaten verschiedener Waffengattungen, von 90 Flugzeugen und 120 Hubschraubern sowie von bis zu 880 Panzern, 1.200 Einheiten Militärtechnik und 90 Schiffen. "Alle Panzer werden schießen, alle Flugzeuge werden im Kampfmodus fliegen", sagte Schoigu. Zudem sei eine Übung von Fallschirmspringern geplant. Zuvor hatte er mitgeteilt, Putin habe eine ausführliche Inspektion der Kräfte im Westlichen sowie im Zentralen Wehrbezirk befohlen. In Verbindung mit der Anordnung seien Truppenteile in Alarmbereitschaft gesetzt worden. Geprüft werden solle die Bereitschaft für Krisenlagen sowie bei militärischer Bedrohung. Die Prüfung erfolge in zwei Etappen ab sofort bis zum 3. März, sagte Schoigu. Immer wieder hatte Putin in der Vergangenheit als Oberbefehlshaber kurzfristig auch Manöver angeordnet. Die Nato legte nach Putins Befehl noch einmal nach: Sie unterstütze die Souveränität, territoriale Integrität und die Unverletzlichkeit der Grenzen der Ukraine. Dies betonten die Verteidigungsminister der 28 Nato-Staaten in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Eine "souveräne, unabhängige und stabile Ukraine, die der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit verpflichtet ist", sei von entscheidender Bedeutung für die euro-atlantische Sicherheit.

 

(dpa/fbu)

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