Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Syrien

Hilfslieferung für eingeschlossene Zivilisten

Homs, 08.02.2014
Syrien Flüchtlinge

Die Zivilisten in Homs haben erste Hilfsgüter erhalten.

Die Vereinten Nationen haben erstmals Zivilisten in Homs mit Hilfsgütern versorgen können. Im Vorfeld haben Militante die Lieferung verhindert.

Die ersten Lastwagen der Vereinten Nationen (UN) haben am Samstagnachmittag (08.02) die seit anderthalb Jahren belagerte Altstadt von Homs erreicht. Mindestens zwei Lastwagen seien eingetroffen, bestätigte die Organisation Syrische Menschenrechtsbeobachter. Die Versorgung von rund 2.500 Menschen in der umkämpften Zone mit Lebensmitteln und Medikamenten hatte sich im Tagesverlauf zunächst verzögert. Vertreter des Regimes und Rebellen warfen sich gegenseitig eine Verletzung der geltenden Waffenruhe vor. Die Lastwagen der Vereinten Nationen mit rund drei Tonnen an Lebensmitteln, Medizin und anderen Gütern standen bereit. Sie erhielten aber aus Sicherheitsgründen noch kein grünes Licht, um in die Altstadt von Homs zu fahren. Der Gouverneur der Provinz Homs, Talal al-Barasi, beschuldigte die Aufständischen, aus ihrer Zone Mörsergranaten abgefeuert zu haben. Der Aktivist Omar Homsi aus dem belagerten Teil von Homs sagte wiederum, Heckenschützen des Regimes hätten Schüsse auf den Zugang zur Altstadt abgegeben, um die Einfahrt der Hilfskonvois zu sabotieren.

Evakuierung von 80 Zivilisten

Am Vortag holten UN-Busse etwa 80 Zivilisten aus der Altstadt von Homs. Bei Friedensgesprächen hatten sich das Regime von Machthaber Baschar al-Assad, die Vertreter der Aufständischen sowie die UN darauf verständigt, den Zivilisten in Homs in ihrer Not zu helfen. Die Unterstützung für Homs gilt als wichtige Voraussetzung für weitere Kompromisse bei der am Montag beginnenden zweiten Runde der Genfer Syrien-Friedensgespräche.

Seit anderthalb Jahren Belagerung

Syrische Regierungstruppen belagern die Altstadt von Homs seit anderthalb Jahren. Die Situation der dort eingeschlossenen Menschen gilt als kritisch. Viele litten an Hunger, berichten Aktivisten. Am Freitag hatten die ersten rund 80 Zivilisten - Frauen, Kinder, ältere Menschen - die Altstadt verlassen können. Der Hilfsaktion war eine Einigung zwischen der Regierung in Damaskus, den Aufständischen und den Vereinten Nationen vorausgegangen. UN-Nothilfekoordinatorin

Deutsche Dschihadisten in Syrien

Der stete Zustrom deutscher Dschihadisten in die syrischen Bürgerkriegsgebiete beunruhigt unterdessen die Behörden in Deutschland. Die Türkei, wichtigste Transitstation für internationale islamistische Kämpfer auf dem Weg ins südliche arabische Nachbarland, tut offenbar wenig, um sie zu stoppen. Nur in Einzelfällen habe die Türkei Islamisten aus Deutschland an der Weiterreise nach Syrien gehindert und wieder zurückgeschickt, erklärte das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion. Im Jahr 2013 seien es zehn Fälle gewesen. Der Verfassungsschutz hat bislang mehr als 270 deutsche Islamisten gezählt, die nach Syrien ausgereist sind. Deutsche Sicherheitskreise wünschten sich ein stärkeres Eingreifen der türkischen Behörden, hieß es. Deren Zusammenarbeit mit deutschen Stellen sei "durchaus verbesserungsfähig".

(dpa/fbu)

comments powered by Disqus