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Radio Hamburg

Vulkanausbruch auf Java

Flughäfen nehmen Betrieb auf

Jakarta / Sydney, 15.02.2014
Vulkan Java indonesische Insel Aschewolke

Über 500 Kilometer ist eine dicke Ascheschicht niedergegangen.

Nach dem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java haben die ersten Flughäfen wieder den Betrieb aufgenommen.

Kein Schneesturm, sondern die staubige Asche des Vulkans Kelud hat große Teile Javas in eine weiße Decke gehüllt. Hunderttausende Indonesier flüchteten vor dem gewaltigen Ausbruch.

Flughäfen nehmen Betrieb wieder auf

Zumindest etwas Normalität tritt nun wieder im Luftverkehr ein, denn nach dem Ausbruch des Vulkans Kelud auf der indonesischen Insel Java haben erste Flughäfen den Betrieb wieder aufgenommen. Die Airports von Malang, Semarang und Cilacap seien wieder geöffnet, teilte ein Sprecher des indonesischen Verkehrsministeriums am Samstag mit. Vier weitere Flughäfen blieben geschlossen, um die Vulkanasche von Landebahnen und Flugzeugen zu waschen. Die Flughäfen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta und auf der Insel Bali waren in Betrieb.

Weiterhin höchste Alarmbereitschaft

Den Behörden zufolge gibt es Anzeichen, dass die vulkanische Aktivität des Kelud abnimmt. Es gelte aber weiter die höchste Alarmbereitschaft. Der Vulkan brach am Samstag zunächst nicht erneut aus, eine drei Kilometer hohe weiße Rauchwolke ragte weiter vom Krater in den Himmel. Der Vulkan war nach tagelangem Brodeln am Donnerstag ausgebrochen. Hunderttausende Bewohner mussten in Schutzunterkünfte flüchten. Die Behörden ließen einen zehn Kilometer breiten Streifen um den Krater räumen. Dort leben rund 200 000 Menschen. Die Eruption war sogar im 300 Kilometer entfernten Yogyakarta zu hören. Der Vulkan hatte Gas, Asche und Geröll Tausende Meter in die Luft geschleudert. Geröllbrocken hatten Häuser zerstört.

Bisher vier Tote

Ingesamt starben bisher vier Menschen: Eine 97-jährige Frau war am Samstag laut Behörden Atemproblemen infolge des Ascheregens erlegen. Zwei ältere Menschen waren ebenfalls durch eingeatmete Asche gestorben, ein weiteres Opfer wurde von den Trümmern seines einstürzenden Hauses erdrückt.
Die Asche begrub die Umgebung in bis zu 500 Kilometern Entfernung. In Borobudur, einer durch UNESCO-Weltkulturerbe geschützten buddhistischen Anlage nahe Yogyakarta, versuchten Arbeiter eilig, den Tempel abzudecken.

Luftraum ausreichend aschefrei

Am Samstag hatten australische Airlines den Flugverkehr Richtung Indonesien wieder aufgenommen, nachdem das Informationszentrum im australischen Darwin den Luftraum wieder für ausreichend aschefrei erklärt hatte. Vulkanasche sei weiter in der Atmosphäre und könnte dort einige Tage bleiben, erklärte das Zentrum.

Der 1731 Meter hohe Kelud war zuletzt 2007 ausgebrochen. Indonesien hat fast 130 aktive Vulkane. Bei einem Ausbruch des Sinabung auf der Insel Sumatra waren vor kurzem 17 Menschen gestorben.

(dpa/eli)