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Radio Hamburg

Krawalle in der Ukraine

Demonstranten stürmen Verwaltungsgebäude

Kiew, 27.01.2014
Ukraine Kiew Klitschko Brennende Barrikaden Getty

Die Proteste in der Ukraine weiten sich weiter aus. Protestanten haben jetzt mehrere Verwaltungsgebäude der Regierung besetzt.

Die Krawalle in Kiew dauern bereits über eine Woche. Jetzt haben Oppositionelle  Verwaltungsgebäude der Regierung gestürmt und besetzt.

Gut eine Woche nach dem Beginn der Ausschreitungen und Massenproteste in Kiew will die Opposition ihre gewaltsamen Proteste in den Regionen ausweiten. Bereits in mehreren Großstädten in der Zentralukraine versuchten Demonstranten Verwaltungsgebäude zu stürmen. Im Westen des Landes haben die Gegner von Präsident Janukowitsch bereits viele Rathäuser in ihre Gewalt gebracht. Die Opposition fordert seit Wochen den Rücktritt des Staatsoberhaupts.

Kompromissangebot abgelehnt

In Kiew verkündeten radikale Kräfte innerhalb der pro-europäischen Opposition am Sonntagabend die Erstürmung des Justizministeriums. Auch in den Industriezentren Dnjepropetrowsk und Saproschje versuchten Oppositionsanhänger nach eigenen Angaben, öffentliche Gebäude unter ihre Kontrolle zu bringen. Im bevölkerungsreichen Osten - an der Grenze zu Russland - genießt Janukowitsch dagegen weiterhin Rückhalt. Die Oppositionsführung um den Boxchampion Vitali Klitschko hatte am Wochenende ein Kompromissangebot der Staatsführung abgelehnt. Nach Zusammenstößen mit der Polizei besetzen Demonstranten das Kongresszentrum am Europaplatz.

Mindestens schon vier Tote

Nach der Verschärfung des Versammlungsverbots per Gesetz war es in der vergangenen Woche zu schweren Krawallen in der Hauptstadt gekommen. Dabei sind mindestens vier Menschen getötet und Hunderte weitere verletzt worden. Am Sonntag (26.01) ehrten Tausende Menschen mit einem Trauermarsch einen 25-Jährigen, der bei Zusammenstößen aus noch ungeklärter Ursache erschossen worden war.

Klitschko will Annährung an Europa

Janukowitsch hatte seinen Kritikern in einem spektakulären Schritt Ministerposten angeboten. Der Oppositionspolitiker Arseni Jazenjuk solle neuer Regierungschef und Klitschko dessen Stellvertreter werden. Das hatte der prorussische Staatschef bei einem dreistündigen Krisentreffen gesagt. Klitschko lehnte das Angebot mit den Worten ab, Janukowitsch müsse mit einem Rücktritt den Weg für einen politischen Neubeginn freimachen. Jazenjuk sprach sich angesichts der desolaten Lage im zweitgrößten Flächenstaat Europas für weitere Verhandlungen aus. Für seine Partei stehe die Annäherung an die EU im Vordergrund.

(dpa/fbu)

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