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Radio Hamburg

Proteste in der Ukraine

Oppositioneller Klitschko ruft zur Vernunft auf

Kiew/Moskau, 21.01.2014
Vitali Klitschko

Vitali Klitschko warnt seine Anhänger vor Kontrollverlust.

In der Ukraine sind die friedlichen Proteste auf dem Unabhängigkeitsplatz gegen den prorussischen Staatschef Viktor Janukowitsch eskaliert.

In Kiew sind in der Nacht zum Dienstag (21.01.) erneut radikale prowestliche Demonstranten gewaltsam gegen die Sicherheitskräfte vorgegangen. Hunderte Gewaltbereite warfen Brandsätze und Steine auf die Polizisten. Die Milizionäre versuchten ihrerseits, die Stellungen der Oppositionellen nahe dem Dynamo-Stadion im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt zu räumen. Der Oppositionspolitiker Vitali Klitschko rief die friedlichen Demonstranten auf dem nahen Unabhängigkeitsplatz auf, sich nicht provozieren zu lassen.

Direkte Gespräche gefordert

Die Führung um den prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch wolle die Situation destabilisieren und Chaos schaffen, sagte der Ex-Boxweltmeister. "Schläger wurden in die Hauptstadt gebracht, um Autos anzuzünden, Schaufenster einzuschlagen, zu stehlen und Schlägereien zu provozieren", behauptete Klitschko.
Die Opposition forderte erneut Janukowitsch zu direkten Gesprächen auf. Unterhändler überbrachten Regierungsvertretern die Forderungen der Demonstranten nach vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen sowie der Annullierung des jüngst verschärften Demonstrationsrechts.

 

Seit Beginn der Straßenschlachten am Sonntag seien mindestens 119 Sicherheitskräfte verletzt worden, teilte das Innenministerium mit. 80 Beamte würden noch immer in Kliniken behandelt. Insgesamt seien bisher 32 Verdächtige festgenommen worden. Etwa einem Dutzend von ihnen droht jahrelange Haft wegen der Teilnahme an lebensgefährdenden Massenunruhen.

Unmut auch in Russland

Unterdessen hat der russische Außenminister Sergej Lawrow dem Westen eine Mitschuld an den Gewaltexzessen proeuropäischer Regierungsgegner in der Ukraine gegeben. Durch ihre Teilnahme an den Straßenprotesten versuchten Politiker westlicher Länder, die diplomatische Beziehungen zur Ukraine pflegen, Gewalt zu provozieren. "Das ist nicht nett. Deshalb heizt sich die Situation auf", sagte Lawrow in Moskau vor Journalisten. Die Opposition in Kiew verletze selbst die europäischen Regeln, sagte Lawrow.

Der Chefdiplomat warf der Europäischen Union vor, "Öl ins Feuer" zu gießen und mit zweierlei Maß zu messen. "Die Besetzung des Bürgermeisteramtes, die Besetzung von Regierungsgebäuden, wo Kämpfer sich mehrere Wochen verschanzen - stellen Sie sich vor, das würde in einem beliebigen Land der EU passieren. Ist das möglich? Sie würden das doch nie zulassen", sagte Lawrow.

Die Lage könne sich nur durch Dialog beruhigen und nicht durch Einmischung von außen, betonte der Minister. Aufrufe des Oppositionspolitikers Vitali Klitschko an seine Anhänger, vernünftig zu sein, zeigten, dass die Lage außer Kontrolle gerate. "Wir sind sehr besorgt über die Vorgänge in der Ukraine", sagte Lawrow. (dpa)

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