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Radio Hamburg

Letzte Reise beendet

Costa Concordia erreicht Genua

Genua, 27.07.2014
RHH - Expired Image

Die Costa Concordia ist in ihrem Heimathafen angekommen und wird dort in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden.

Die letzte Etappe der "Costa Concordia"-Bergung ist fast geglückt. Nach vier Tagen auf Meer ist das Schiff am Sonntagmorgen (27.07) vor Genua angekommen.

Reibungslos verlief die letzte Fahrt der Costa Concordia bisher und steht jetzt kurz vor ihrem Ende. Mit knapp vier Kilometern in der Stunde hat das Schiff mit seinen Schleppern etwas weniger als vier Tage für die gut 350 Kilometer lange Strecke von der Insel Giglio nach Genua gebraucht. Am Sonntag (27.07) muss der Kreuzfahrtgigant ein letztes kompliziertes Wendemanöver überstehen, bevor das Schiff in Genua endgültig abgewrackt werden kann.

Ankunft in Genua

Das im Januar 2012 havarierte Kreuzfahrtschiff kam am Sonntagmorgen, gezogen von mehreren Schleppern, vor seinem Abwrackhafen Genua an. Zuvor hatte der Abschlepper-Konvoi seine Geschwindigkeit stark gedrosselt. Die Hafenlotsen gingen an Bord, als die "Costa Concordia" noch zwei Seemeilen vor Hafeneinfahrt war. Das Schiff wurde danach von acht Schleppern aus Genua erwartet und wird nun von diesen in Richtung des Hafens bugsiert. Nach der für Sonntag geplanten Einfahrt in den Hafen soll das Schiff dort in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden. Die knapp viertägige Reise vom Unglücksort vor der Insel Giglio verlief für die "Concordia", ihre vier Schlepper und zehn Begleitschiffe ohne größere Probleme.

Schwieriges letztes Manöver

Nachdem der Konvoi die ligurische Hafenstadt erreicht hat, soll mit dem komplizierten Manöver zur Einfahrt des Schiffs in den Hafen begonnen werden. "Wir denken, dass sie zwischen 15 und 16 Uhr sicher an der Anlegestelle ist", erklärte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli. Zu der Einfahrt werden in Genua Hunderte Zuschauer erwartet, auch Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi will dabei sein, um das Schiff zu verabschieden. Genua ist auch der Heimathafen des Unglücksschiffs.

Letztes Opfer soll geborgen werden

Der 290 Meter lange Kreuzfahrtkoloss war im Januar 2012 vor der Mittelmeerinsel Giglio auf einen Felsen gefahren und havariert. 32 Menschen starben bei dem Unglück, darunter auch zwölf Deutsche. Nach dem letzten noch vermissten Opfer soll beim Verschrotten des Schiffs nochmals gesucht werden. Nach der Havarie war die "Costa Concordia" in einer weltweit einmaligen und insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro teuren Bergungsaktion auf den Abtransport vorbereitet worden.  

(dpa/san)

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