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Radio Hamburg

MH17

Bewaffnete Separatisten behindern Sucharbeiten

Donezk, 20.07.2014
RHH - Expired Image

Separatisten behindern die Bergungsarbeiten der Toten vom Flugzeugabsturz der MH17 in der Ukraine.

Maskierte Rebellen, Gefechtslärm und weggeschaffte Trümmerteile: Eine geordnete Untersuchung des Absturzes ist in der Ostukraine bislang unmöglich. 

Am Absturzort der malaysischen Passagiermaschine MH17 im Osten der Ukraine sind den Rettungskräften zufolge bisher 196 der 298 Opfer geborgen worden.

Separatisten behindern Bergungsarbeiten

Die Sucharbeiten würden von bewaffneten prorussischen Separatisten überwacht und erheblich behindert, sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums in Kiew am Sonntag (20.07.) . An den Arbeiten beteiligen sich demnach etwa 380 Mitarbeiter des ukrainischen Bergungsdienstes. Darunter sind auch Taucher, die einen nahen See absuchen. Der Bereich der Bergungsarbeiten sei von 25 auf 34 Quadratkilometer ausgeweitet worden, hieß es.

Separatisten sollen MH17 abgeschossen haben

Die Separatisten stehen im Verdacht, das Flugzeug der Malaysia Airlines am Donnerstag (17.07.) in etwa 10.000 Metern Höhe mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen zu haben. Der ukrainische Vize-Regierungschef Wladimir Groisman sprach von bis zu 900 Aufständischen rund um die Absturzstelle nahe der Ortschaft Grabowo. Die militanten Gruppen hätten mehrfach versichert, die Arbeiten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht zu behindern. Mit den Separatisten sei vereinbart worden, die sterblichen Überreste zunächst in speziellen Eisenbahnwagen zu lagern, sagte Groisman.

Identifizierung der Opfer

Die Identifizierung erfolge möglicherweise in der etwa 300 Kilometer entfernten Großstadt Charkow. Dort sei eine Untersuchungskommission eingerichtet worden. In Charkow seien zudem Hunderte Hotelzimmer für Angehörige und Hinterbliebene der Opfer reserviert.

Kiew soll Waffenruhe garantieren

Die Aufständischen wollen die Sicherheit internationaler Ermittler am Absturzort nur garantieren, wenn die Führung in Kiew einer Waffenruhe zustimmt. Die Regierung werde aufgefordert, umgehend ein Abkommen zu schließen, sagte Separatistenanführer Andrej Purgin. Die Feuerpause müsse mindestens für die Dauer der Untersuchung des Wracks gelten.

Haben Separatisten Beweismittel vernichtet?

Unklar ist am Absturzort der Boeing auch der Verbleib der beiden Flugschreiber. Die Regierung in Kiew warf den prorussischen Separatisten vor, Beweismaterial zu vernichten. Die Aufständischen wollten mit Lastwagen Wrackteile über die russische Grenze bringen. Die Separatisten versuchten, "Beweise ihrer Mitwirkung an dem Unglück vertuschen". Zudem hätten die militanten Gruppen 38 Leichen von der Absturzstelle in die Großstadt Donezk gebracht. Die Separatisten wiesen alle gegen sie gerichteten Vorwürfe zurück.

(dpa/mgä)

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