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Radio Hamburg

Vor der israelischen Küste

Kreuzfahrtschiff von Raktenteilen getroffen

Tel Aviv, 08.07.2014
RHH - Expired Image

Ein Schiff der Aida Cruises aus Rostock wurde am Montagabend (07.07) vor der israelischen Küste von Raketentrümmerteilen getroffen.

Ein Kreuzfahrtschiff des Unternehmens Aida Cruises ist von Trümmerteilen mehrerer abgefeuerter Raketen vor der israelischen Küste getroffen worden.

Ungewollt sind tausende Passagiere des 252 Meter langen deutschen Kreuzfahrtschiffes Aida Diva in den sich zuspitzenden Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern geraten. Das Schiff wurde vermutlich von den Trümmern von israelischen Abwehrraketen getroffen.

Kleinstpartikel auf dem Schiff aufgeschlagen

Laut den ARD-"Tagesthemen" von Montag (07.07) seien auf dem Passagierdeck des Kreuzfahrtgiganten "Kleinstpartikel" von Raketentrümmern niedergegangen. Das Unternehmen teilte in Rostock mit, dass bei dem Vorfall keiner der 2700 Gäste und Crew-Mitglieder verletzt worden seien. Auf dem Schiff selbst seien nur geringe Schäden entstanden. "Die Teile waren meist kaum größer als Centstücke und passten zusammengefegt auf eine Müllschippe", erklärte Hansjörg Kunze, Sprecher des Rostocker Kreuzfahrt-Unternehmens.

Trümmer von Abwehrraketen

Nach ersten Einschätzungen sind die Trümmer die Überreste von israelischen Abwehrraketen, die Raketen der Palästinenser unschädlich machen sollen. Getroffen wurde die Aida Diva beim planmäßigen Auslaufen aus dem israelischen Hafen Aschod, etwa 30 Kilometer nördlich des Gazastreifens. Nach dem Vorfall konnte das Schiff ohne Verzögerung den Hafen verlassen und seine Reise zu der griechischen Insel Kreta fortsetzen. Der Sprecher von Aida Cruises machte deutlich, dass das Schiff aber nie selbst Ziel des Angriffes gewesen sei.

Reiserouten prüfen

Aida Cruises habe die politischen und militärischen Auseinandersetzungen im südlichen Mittelmeerraum beständig im Blick und reagiere auf aktuelle Entwicklungen, versichert Kunze. Die Routen würden dann angepasst. So werde Kairo derzeit nicht angelaufen, und auch für das Rote Meer gebe es Einschränkungen. Welche Konsequenzen Aida Cruises aus dem Vorfall von Aschdod, das nur etwa 30 Kilometer nördlich des Gazastreifens liegt, ziehen wird, blieb zunächst offen. "Unsere Sicherheitsexperten werden die Lage nochmals genau prüfen und dann wird es eine Entscheidung geben", sagte Kunze am Nachmittag. Für die israelische Küstenregion, in der die Aida Diva festmachte, habe bislang keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorgelegen. Für Aida Cruises habe die Sicherheit von Gästen und Crew aber jederzeit oberste Priorität. Am Abend erklärte Aida dann, dass man im Juli und August vorerst keine israelischen Häfen mehr ansteuern werde.

Eskalation zwischen Israel und der Hamas

Weder von der israelischen Armee noch von den Vertretern der radikalislamistischen Hamas wurde der Zwischenfall bestätigt. Israel und die Hamas beschießen sich seit Tagen gegenseitig mit Raketen und Granaten. In mehreren Städten kam es zudem zu Krawallen. Auslöser waren die Entführung und die Ermordung von drei jüdischen Religionsschülern sowie der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen. Am Montagabend (07.07) feuerte die Hamas Dutzende von Raketen auf israelische Ortschaften. Es seien Ortschaften im Umkreis von 40 Kilometern vom Gazastreifen angegriffen worden. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten zahlreiche Raketen mit ihrem Abwehrsystem abgefangen.

(dpa/san)

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