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Radio Hamburg

Gefangenen-Austausch

Taliban lassen US-Soldaten nach 5 Jahren frei

Washington, 01.06.2014
RHH - Expired Image

US-Soldat Bowe Bergdahl war 2009 von den Taliban in Afghanistan entführt worden.

Im Juni 2009 wurde der junge Amerikaner Bowe Bergdahl in Afghanistan entführt. Jetzt ist er im Austausch gegen fünf Guantánamo-Häftlinge frei.

Die Taliban in Afghanistan haben am Samstag (31.05) einen fast fünf Jahre lang festgehaltenen US-Soldaten freigelassen.

Fünf Guantánomo-Gefangene in Katar

Im Gegenzug flog die USA fünf Gefangene aus dem US-Lager Guantánamo Bay nach Katar, wo sie zunächst ein Jahr lang unter strikter Überwachung leben sollen. Präsident Barack Obama bestätigte am Samstag in einer schriftlichen Erklärung, dass sich der 28-jährige Bowe Bergdahl in amerikanischer Obhut befinde. Demnach informierte Obama die Eltern des Soldaten im US-Staat Idaho persönlich per Telefon über die Entwicklung.

US-Regierung in Verhandlungen mit Taliban

Der Austausch war durch die Regierung in Katar vermittelt worden, nachdem US-Vertreter 2010 begonnen hatten, mit den Taliban über die Freilassung ihres einzigen Kriegsgefangenen zu verhandeln. Nach Angaben eines hohen US-Regierungsbeamten ergab sich vor kurzem eine Gelegenheit, die unterbrochenen Gespräche wieder aufzunehmen, und die USA hätten diese Chance genutzt. Die US-Regierung sei die ganze Zeit über "auf den höchsten Ebenen" eingeschaltet gewesen. 

Taliban entführten Bergdahl 2009

Bergdahl war im Juni 2009 aus seiner Einheit in Afghanistan verschwunden. Die Taliban teilten dann mit, sie hätten den Soldaten gefangen genommen und verbreiteten mehrere Propaganda-Videos, in denen Bergdahl die USA aufrief, seine Freilassung zu erreichen. CNN zufolge erfolgte die Übergabe am Samstagmorgen an der östlichen Grenze Afghanistans. Mitglieder eines US-Spezialkommandos hätten eine Gruppe von Taliban getroffen, den Soldaten in Empfang genommen und dann per Helikopter in Sicherheit gebracht. Die Übergabe sei völlig friedlich verlaufen.

Bergdahl werde jetzt in einem Hospital in Afghanistan gründlich medizinisch untersucht und dann wahrscheinlich zunächst zur weiteren Betreuung nach Landstuhl in Rheinland-Pfalz geflogen. Sein Gesundheitszustand scheine aber gut zu sein.

Ehemaliger Taliban-Vizeverteidigungsminister unter Freigelassenen

Die Guantánamo-Gefangenen wurden dem US-Regierungsbeamten zufolge am Samstag nach Doha geflogen. Sie befänden sich "im Gewahrsam und unter der Kontrolle" Katars. Ihre Bewegungsfreiheit sei eingeschränkt. Nach Angaben der "Washington Post" ist unter den fünf Männern Mullah Mohammed Fazl, ein ehemaliger Vizeverteidigungsminister der Taliban. Er befand sich seit der Einrichtung des Lagers im Januar 2002 in Guantánamo Bay.

McCain fordert mehr Informationen

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel teilte mit, dass die USA sich eng mit der Führung Katars über die Sicherheitsmaßnahmen abgestimmt hätten, "um zu gewährleisten, dass die nationale Sicherheit der USA nicht gefährdet wird". Der prominente republikanische US-Senator und ehemalige Vietnamkriegsgefangene John McCain forderte unterdessen konkretere Angaben über die vereinbarten Maßnahmen.

Obama dankt Katar

Präsident Obama hatte erklärt: "Im Namen des amerikanischen Volkes hatte ich die Ehre, seine (Bergdahls) Eltern anzurufen, um unsere Freude darüber auszudrücken, dass sie seine sichere Heimkehr erwarten können." Die Entwicklung sei eine Erinnerung an "Amerikas unerschütterliche Verpflichtung, keinen Mann oder keine Frau in Uniform auf dem Schlachtfeld zurückzulassen". Ausdrücklich bedankte sich Obama bei Katar und auch bei der afghanischen Führung für ihre Unterstützung bei der Freilassung. Ähnlich äußerte sich US-Außenminister John Kerry, der am Samstag den afghanischen Regierungschef Hamid Karsai über die Entwicklung informierte.

Die Eltern Bergdahls äußerten in einer Erklärung Freude, Erleichterung und Dankbarkeit. "Wir können es nicht abwarten, unseren einzigen Sohn in die Arme zu schließen", zitierte CNN Mutter und Vater.

(dpa/mgä)

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