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Radio Hamburg

Nur ein Streich?

Primark hält Hilferufe für gefälscht

Hamburg, 28.06.2014
RHH - Expired Image

Die Primark-Filiale in Köln

Die Modekette Primark hält die Hilferufe aller Wahrscheinlichkeit nach für gefälscht: Das Unternehmen betont sich für gute Arbeitsbedingungen einzusetzen. 

Die Diskussion um Arbeiterausbeutung wurde mit den, in Primark-Kleidungsstücke eingenähten, Zetteln wieder angefacht. War das der einzige Zweck dieser Zettel? Sind sie gefälscht?

Die Billig-Modekette Primark hält die kürzlich aufgetauchten Hilferufe von Textilarbeitern aller Wahrscheinlichkeit nach für gefälscht. Zwei der eingenähten Zettel seien eindeutig gleicher Herkunft, obwohl das eine Kleidungsstück in Rumänien, das andere in Indien hergestellt worden sei. Beide seien aber 2013 in der selben Filiale im walisischen Swansea verkauft worden, teilte Primark mit.

War es nur ein Streich?

Im selben Jahr habe es in Swansea eine Ausstellung solcher Etiketten gegeben, bei der Besucher ermutigt worden seien, sie in Kleidung einzunähen. Die Untersuchung des Vorfalls habe Primark zu der Schlussfolgerung geführt, dass es sich wahrscheinlich um einen Streich handele.

Eingenähte Hilferufe

Eine weitere Mitteilung, die in Nordirland aufgetaucht war, werde noch untersucht, hieß es weiter. Ermittelt werde dazu in Großbritannien und in China. Auf die unterschiedlichen Herkunftsländer der beiden Kleidungsstücke in Swansea hatte das Unternehmen bereits am Mittwoch hingewiesen. Von den Hilferufen, die in Kleider und Hosen eingenäht waren, hatten Kunden berichtet. "Forced to work exhausting hours" (zur Arbeit bis zur Erschöpfung gezwungen) stand auf einem Zettel, "Degrading working conditions" (erniedrigende Arbeitsbedingungen) auf einem anderen. In Nordirland soll eine Botschaft zusammen mit einem Gefangenenausweis aus einem chinesischen Arbeitslager vernäht worden sein.

Gute Arbeitsbedingungen?

Primark betonte erneut, dass sich das Unternehmen für gute Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern einsetzt.

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(dpa/ama) 

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