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Radio Hamburg

Pistorius Prozess

Paralympicsstar ist voll schuldfähig

Pretoria, 30.06.2014
RHH - Expired Image

Oscar Pistorius leidet laut mehrere Psychiater an keiner Angststörung und ist als voll schuldfähig eingestuft worden.

Der wegen Mordes angeklagte Oscar Pistorius ist nach Ansicht der Psychiater voll schuldfähig. Die Verteidigung des Sprinters widerspricht nicht.

Nach sechs Wochen Pause wurde der spektakuläre Pistorius-Prozess um den Mord an Reeva Steenkamp am Montag (30.06) mit dem 34. Verhandlungstag fortgesetzt und begann gleich mit einer Bombe - die psychiatrischen Gutachten im Gerichtsprozess im südafrikanischen Pretoria schätzen Oscar Pistorius als voll schuldfähig ein.

Voll schuldfähig

Die Staatsanwaltschaft stuft Pistorius auf Basis einer psychiatrischen Begutachtung als voll schuldfähig ein. Staatsanwaltschaft Gerrie Nel berief sich dazu am Montag (30.06) zu Beginn des Verhandlungstages auf entsprechende Passagen aus mehreren psychiatrischen Gutachten. Der Olympionike habe in der Nacht als er seine Freundin, das Model Reeva Steenkamp, erschoss, nicht unter einer geistigen Störung gelitten. Pistorius Verteidiger Barry Roux sagte, dass er vor einer endgültigen Stellungnahme die Gutachten näher prüfen wolle. Widerspruch gegen die Aussagen der Staatsanwaltschaft legte er allerdings nicht ein.

Angststörung?

Bisher behauptete die Verteidigung, dass der Sprinter unter einer Angststörung leiden würde. Die Psychiaterin Merryl Vorster hatte dies dem Sportler als Zeugin vor Gericht bescheinigt. Als er am 14. Februar 2013 Steenkamp durch eine verschlossene Tür erschossen hatte, beteuerte der 27-Jährige, dass er hinter der Tür einen Einbrecher vermutet habe und dann in Panik geraten sei. Daraufhin hatte das Gericht im Mai auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine entsprechende Untersuchung des Angeklagten angeordnet, um seine Schuld- und Verhandlungsfähigkeit zu prüfen. Bereits zuvor war Pistorius vor Gericht mehrmals weinend zusammengebrochen und hatte sich übergeben müssen.

Psychiatrische Gutachten

Pistorius wurde mehrere Wochen in einer psychiatrischen Klinik in Pretoria von drei Psychiatern und einem klinischen Psychologen untersucht und begutachtet. Der beinamputierte Sportler und sein Verteidiger Barry Roux haben bisher nicht versucht, auf Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren. Die psychiatrische Untersuchung geht auf den Staatsanwalt zurück. Er möchte, dass der Angeklagte bei einem Schuldspruch mit aller Härte des Gesetzes bestraft wird.

Behinderung als Grund für Angststörung?

Am 34. Verhandlungstag des Indizienprozesses wird vor Gericht der Arzt Gerald Versfeld angehört, der Pistorius im Alter von elf Monaten wegen einer angeborenen Fehlbildung die Füße und Wadenbeine amputierte. Er soll aus Sicht der Verteidigung zeigen, wie sehr die Behinderung des Angeklagten seine Angst vor einem möglichen Einbrecher befördert haben  und damit eine Erklärung für das irrationale Verhalten von Pistorius in der Tatnacht liefern könnte.

(dpa/san)

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