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Radio Hamburg

Flug MH370

Ermittler definieren neues Suchgebiet

Canberra, 28.03.2014
Suche nach Flug MH370

Die Suchmannschaften suchten bislang in ganz falschem Gebiet. Das wurde jetzt neu definiert.

Die bisherige Wrackteilsuche war für die Katz. Die Malaysia-Airlines-Maschine stürzte wohl ganz woanders ab, hunderte Kilometer weiter weg.

Das verschwundene Malaysia-Airlines-Flugzeug ist nach neuesten Erkenntnissen weiter nördlich abgestürzt als seit Tagen angenommen. Die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) änderte jetzt das Suchgebiet. In der Region 1850 Kilometer westlich von Perth sei das Wetter besser und das Meer nicht so tief wie in der bisherigen Suchregion, sagte Amsa-Einsatzleiter John Young in Canberra. Eine Flugzeugcrew hat in der neuen Suchregion des Indischen Ozeans möglicherweise Wrackteile der verschwundenen Boeing entdeckt. Die neuseeländische Maschine hat wohl auch Fotos ihres Fundes gemacht, wie aus einer Mitteilung der australischen Seesicherheitsbehörde (Amsa) hervorgeht. Die Maschine war am Freitag auf dem Rückweg zum Luftwaffenstützpunkt Pearce bei Perth, wo das Material ausgewertet werden sollte, berichtete Amsa auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Das erste der Suchschiffe, die mögliche Wrackteile von Flug MH370 bergen könnten, erreicht die Suchregion frühestens Samstagabend (Ortszeit).

Neue Erkenntnisse

Das neue Suchgebiet liegt 1100 Kilometer weiter nordwestlich. Die neue Ortsbestimmung gehe auf Analysen der letzten Radarkontakte mit der Maschine am 8. März zurück. Die Ermittler glauben inzwischen, dass die Boeing mit 239 Menschen an Bord schneller flog als bislang angenommen, sagte Martin Dolan, der Chef der australischen Transportsicherheitsbehörde ATSB, in Canberra. Das verbrauche mehr Treibstoff - und deshalb könne die Maschine nicht so weit geflogen sein wie bislang angenommen. Bei derartigen Ermittlungen sei es normal, dass Datenanalysen auch drei Wochen nach dem Unglück noch neue Erkenntnisse hervorbrächten.

Lest auch: Flug MH370: Entschädigungszahlungen an die Angehörigen

Die Angehörigen der Passagiere des verschwundenen Flugzeuges der Malaysia Airlines erhalten nun&nb ...

Malaysia leite die Untersuchungen, betonte Dolan. Der Chef der malaysischen Zivilluftfahrtbehörde, Azharuddin Abdul Rahman, wusste allerdings nichts von neuen Radaranalysen. Er sei nicht mehr in die Untersuchungen involviert, sagte er. Die britische Behörde für die Untersuchung von Luftfahrtunfälle leite die Arbeitsgruppe. "Diese Informationen ist die beste Spur, die wir jetzt haben, wo das Flugzeug ins Meer gestürzt sein könnte", sagte Dolan. Das
Suchgebiet umfasse sowohl den möglichen Eintrittspunkt ins Wasser als auch die mögliche Region, in die Wrackteile bereits gedriftet sein könnten. Es ist 319.000 Quadratkilometern groß - und damit etwa so groß wie Deutschland ohne Bayern. "Es ist immer noch ein enormes Gebiet, die Sache kann noch sehr lange dauern", sagte Dolan. Das Wasser ist dort nach Angaben von Young zwischen 2000 und 4000 Meter tief.

Zeit drängt

Aus den USA traf unterdessen ein ferngesteuertes Unterwasser-Vehikel in Perth in Westaustralien ein. Die Blackbox sendet 30 Tage lang ein Signal - dass heißt, dass die Zeit knapp wird: Etwa ab dem 7. April ist Funkstille.
Flug MH370 war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abgewichen. Alle Kommunikationssystems an Bord stoppten, aber die Maschine flog noch den Erkenntnissen sieben bis acht Stunden weiter, in entgegengesetzter Richtung auf den Indischen Ozean hinaus. Eine Woche nach dem Verschwinden sagte der malaysische Regierungschef Najib Razak, es sehe danach aus, als seien die Systeme absichtlich abgeschaltet worden. Die Ermittler schließen aber auch technische Probleme nicht aus. Darauf setzen Anwälte in den USA: Sie bereiten für Angehörige der Insassen inzwischen Millionenklagen gegen den Flugzeugbauer Boeing und die Fluggesellschaft vor. (dpa)