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Radio Hamburg

Flug MH370

Suchmannschaften wollen die Blackbox finden

Perth, 27.03.2014
Suche nach Flug MH370

Flugzeuge und Schiffe suchen in den Weiten des Indischen Ozeans unermüdlich nach dem malaysischen Flugzeug.

Die Suche nach Wrackteilen von MH370 geht mit Hochdruck weiter. Doch die Chance, den Absturzort zu bestimmen, um die Blackbox zu finden, schwindet.

Neue Satellitenbilder haben die Hoffnung geweckt, bald Wrackteile der verunglückten Malaysia-Airlines-Maschine zu finden. Die Aufnahmen der Airbustochter "Airbus Defence and Space" zeigten im Indischen Ozean ein Trümmerfeld mit 122 Teilen, sagte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein. "Wir
müssen betonen, dass wir nicht wissen, ob diese Objekte zu Flug MH370 gehörten", sagte er. Noch ist keines der möglichen Bruchstücke gefunden worden. Australiens Premierminister ließ durchblicken, dass die Suche nicht ewig fortgesetzt werden kann. Chinas Regierungschef sagte dagegen, es würden keine Mühen gescheut.

Bestimmung der Absturzstelle schwierig

Nach Ansicht von Forschern wird es wegen der Strömungen in dem Seegebiet immer schwieriger, die Absturzstelle noch zu finden. Nach Angaben Husseins sind  einige Teile auf den neuen Satellitenbildern bis zu 23 Meter lang. Die Aufnahmen stammten vom vergangenen Sonntag und zeigten die Region, in der bereits mit Flugzeugen und Schiffen gesucht wird: etwa 2500 Kilometer südwestlich von Perth in Australien. Die Maschine mit 239 Menschen an Bord, die meisten von
ihnen Chinesen, ist seit dem 8. März verschwunden.

Suchaktion ist teuer

stündigen Unterbrechung wegen schlechten Wetters weiter. Die Crews an Bord von zwölf Flugzeugen und zwei Schiffen konnten weiter keine möglichen Wrackteile ausmachen. Die Kräfte konzentrierten sich laut der Australian Maritime Safety Authority auf ein Gebiet von 80.000 Quadratkilometern. Australien kann die Suche nach den Worten von Regierungschef Tony Abbott jedoch nicht ewig fortsetzen. "Wir suchen weiter, weil wir es den Menschen schuldig sind, alles zu tun, um dieses Rätsel zu lösen", sagte Abbott im Parlament. "(Die Suche) ist nicht völlig unbefristet, aber dies ist nicht etwas, was wir leicht aufgeben würden." Der Einsatz eines einzigen Aufklärungsflugzeugs kostet nach Schätzungen mehr als 60.000 Euro am Tag.

 

Die genaue Absturzstelle zu finden, hat weiter höchste Priorität. Dort müsste der Rumpf der Maschine auf dem Meeresboden liegen, mit den beiden Blackboxen. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschluss über die Ursache des Irrflugs. Die Boeing war nach dem Start in Kuala Lumpur vom Kurs nach Peking abgewichen und ohne funktionierende Kommunikationssyteme bis zu acht Stunden - so lange, wie der Treibstoff reichte - Richtung Süden geflogen. Warum ist unklar.

Tauchroboter können helfen

Die Blackboxen funken ihre Position, aber ein Peilsender muss wenigstens in der Nähe sein, um das Signal aufzufangen. Nach 30 Tagen gehen die Batterien aus, das wäre am 7. April. Die Boxen selbst könnten zwei bis drei Jahre in Wasser intakt bleiben, sagte der französische Tiefseetechniker Sylvain Pascaud, der an der Suche und Bergung des 2009 im Atlantik abgestürzten Air France-Flugzeugs beteiligt war. Das Wrack wurde erst nach zwei Jahren gefunden. "Wenn man das Suchgebiet (die wahrscheinlich Absturzstelle) hat, kann man Tauchroboter einsetzen und es sollte nicht ewig dauern, das Flugzeug zu finden", sagte er. "Aber: Man braucht Wrackteile."

Lest auch: Boeing 777-200 gefunden: Suche nach Wrackteilen unterbrochen

Am Absturz der verschollenen Malaysia-Airlines-Maschine besteht kein Zweifel mehr. Die Suche nach Wrack ...

Etwaige Wrackteile seien bei der turbulenten Strömung schon viel zu weit abgedriftet, als das noch verlässliche Angaben zu ihrer Herkunft gemacht werden könnten, sagte David Griffin, Ozeanograph des australischen Forschungsinstituts CSIRO. "Der einzige Wert eines Funds heute ist eigentlich nur noch, dass wir dann einen Beweis haben, dass die Maschine abgestürzt ist", sagte er der. "Wenn die Strömung gradlinig ist, bewegt sich das Treibgut wie auf einer Autobahn. Aber es gibt dort viele mehrspurige "Autobahnkreuze", und je nachdem, in welcher Spur das Stück ist, kann es in eine ganz andere Richtung getrieben werden. Ein kleiner Fehler in unseren Annahmen kann später zu einem kolossal falschen Ergebnis führen."

China zeigt sich unzufrieden

China machte unterdessen erneut Druck auf Malaysia, präzise Auskünfte zu den Ermittlungen zu geben. Auf einer Kabinettssitzung betonte Regierungschef Li Keqiang nach Angaben der Staatsmedien, dass keine Mühen gescheut würden, um das Flugzeug zu finden. Malaysia solle die Suchaktion weiter koordinieren und die chinesischen Experten in die Ermittlungen einbeziehen, hieß es. China hatte sich immer wieder unzufrieden über die Informationspolitik Malaysias gezeigt. (dpa/apr)