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Radio Hamburg

Flug MH370

U-Boot aus Kiel soll bei der Suche helfen

Hamburg, 23.03.2014
RHH - Expired Image

Kieler Meeresforscher wollen die Suche nach der verschollenen Air Malaysia Maschine unterstützen.

Kieler Meeresforscher wollen die Suche nach der verschollenen Malaysia Airlines Maschine mit einem speziellen Mini-U-Boot unterstützen.

Noch immer gibt es keine Spur, des seit mehr als zwei Wochen verschollenen Passagierjets der Fluggesellschaft Air Malaysia mit 239 Personen an Bord. Zwar wurde von den Behörden am Samstag (22.03) vermeldet, dass auf Aufnahmen eines chinesischen Satelliten möglicherweise ein Wrackteil der Maschine zu sehen sein könnte, doch bislang lief auch diese Spur ins Leere. Nun will sich auch Deutschland nach "Spiegel"-Informationen mit einem U-Boot an der Suche nach dem Flugzeug beteiligen.

Erste Trümmer müssen gefunden werden

Bevor vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung allerdings das Mini-U-Boot "Abyss" auslaufen kann um die Suchmannschaften zu unterstützen, müssen zuerst Trümmerteile gefunden werden. Erst dann ergibt eine unterseeische Suche mit dem Unterwassergefährt Sinn. Das vollkommen selbstständig operierende U-Boot ist eines von weltweit drei Booten, die für eine Suche in Meerestiefen ab 3000 Metern geeignet sind. Sollte das Flugzeug tatsächlich in der Region 2500 Kilometer von der australischen Westküste entfernt zerschellt sein, wo auf Satellitenaufnahmen Trümmerteile gesichtet worden waren, dann ist es gut möglich, dass das Wrack mehr als drei Kilometer unter der Meeresoberfläche liegt.

Kooperation mit Amerikanern

Die Kieler Ozeanforscher wollen laut dem "Spiegel"-Bericht mit dem amerikanischen Woods-Hole-Institut kooperieren, das die anderen beiden tieftauchenden Mini-U-Boote besitzt. Bereits im Frühjahr 2011 hatten die Kieler bei der Suche nach der Air France Maschine im Atlantik mit den Amerikanern zusammengearbeitet und die Maschine letztlich auch entdeckt. "Wir haben uns mit den amerikanischen Kollegen bereits abgesprochen, dass wir die Suche wieder gemeinsam machen", so der Direktor des Kieler Meereszentrums Peter Herzig. Der Vorteil einer gemeinsamen Suche liege auf der Hand, so lasse sich mit dem Sonar von drei U-Booten gleichzeitig eine größere Fläche absuchen.

Vorsichtiger Optimismus

Meeresforscher Herzig zeigt sich optimistisch, dass wenn der Suchort weiter eingegrenzt werden könne, man dann auch das Wrack auf dem Boden finden werde. Weiteren Grund zur Hoffnung, dass das Schicksal der 239 Passagiere an Bord bald geklärt werden kann, gibt es vonseiten der australischen Regierung. Die australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) teilte mit, dass ein Aufklärungsflugzeug am Samstag (22.03) mehrere auf der Wasseroberfläche treibende Objekte gesichtet hätte. Ein Aufklärungsflugzeug mit Spezialkameras habe zwar darauf am Sonntag (23.03) ohne Erfolg nach den Teilen gesucht, dennoch ist der australische Regierungssprecher Tony Abbott hoffnungsvoll. Er sprach von "wachsender Hoffnung, dass wir vielleicht auf dem Weg sind herauszufinden, was passiert ist". Darüber hinaus soll nun auch ein französischer Satellit Wrackteile in der Nähe des bekannten Suchgebiets entdeckt haben.

Wirbelsturm bedroht die Suche

Die Suche könnte in den kommenden Tagen jedoch stark eingeschränkt werden. Auf das Suchgebiet hält der Zyklon "Gillian" zu, der für starke Winde, schlechte Sicht und hohen Wellengang sorgen wird. Flugzeuge müssten dann am Boden bleiben und auch die Suchteams auf Schiffen müssten wegen der schlechten Sicht ihre Suche unterbrechen.

(dpa/ san)

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