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Radio Hamburg

Krim-Krise

Prorussische Kräfte in ukrainischem Marine-Hauptquartier

Sewastopol/St. Petersburg, 19.03.2014
Krim-Krise, Soldaten

Prorussische Kräfte haben das ukrainische Marine-Hauptquartier auf der Krim besetzt. (Archivbild)

Das Hauptquartier der ukrainischen Marine auf der Krim ist unter Kontrolle prorussischer Kräfte.

Nach mehr als 30 Soldaten hätten auch die Kommandeure den Stützpunkt verlassen, meldete die Agentur Interfax am Mittwoch (20.03.). Das örtliche Internetportal sevastopol.su berichtete, Marinechef Sergej Gajduk habe sich im Jogginganzug gestellt. Es habe weder Gewalt noch Verletzte gegeben. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht. Die moskautreue Krim-Führung hatte die ukrainischen Soldaten auf der Halbinsel zum Seitenwechsel aufgefordert.

Aktivisten hissen russische Flagge

Dutzende Aktivisten waren auf das Gelände in der Stadt Sewastopol vorgedrungen und hatten die russische Flagge gehisst. Nach ukrainischen Angaben versuchten prorussische Kräfte zudem, mit einem Traktor einen ukrainischen Stützpunkt bei Jewpatorija zu stürmen. Medien in Kiew berichteten, unter den Angreifern seien auch Frauen. Zuvor hatte das ukrainische Verteidigungsministerium die Erlaubnis zum Waffeneinsatz zur Selbstverteidigung erteilt.

Russisches Verfassungsgericht billigt Anschluss der Krim

Unterdessen hat das russische Verfassungsgericht den Vertrag über den Anschluss der Krim gebilligt. Das Dokument sei mit der russischen Verfassung konform, sagte Gerichtspräsident Waleri Sorkin am Mittwoch in St. Petersburg der Agentur Interfax zufolge nach der nicht-öffentlichen Sitzung. "Die Entscheidung ist einstimmig getroffen worden", sagte Sorkin. Präsident Wladimir Putin hatte den Vertrag zur Prüfung beim Gericht eingereicht. Nun müssen noch die Staatsduma und der Föderationsrat das am Vortag von Putin und der prorussischen Krim-Führung in Moskau unterzeichnete Dokument ratifizieren.

EU und USA wollen Sanktionen verschärfen

Die Ukraine, zu der die Krim völkerrechtlich gehört, sowie der Westen werfen Russland einen eklatanten Bruch internationalen Rechts vor. Die EU und die USA wollen ihre Sanktionen weiter verschärfen. Medien zufolge will Russland den Anschluss der Krim noch in dieser Woche juristisch abschließen.

Treffen der EU- Staats -und Regierungschefs

Donnerstag (20.03.) und Freitag (21.03.) treffen sich in Brüssel die EU-Staats- und Regierungschefs. Ursprünglich sollten die Energie- und Klimaziele der EU bis 2030 eines der Hauptthemen sein, doch es zeichnet sich ab, dass die Entwicklungen auf der Krim den EU-Gipfel dominieren werden. "Die Krim-Krise macht einmal mehr deutlich, dass die Europäische Union die wirtschaftliche Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas durchbrechen muss", forderte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Antwort auf die Krim-Krise sei daher auch, mehr für den Klimaschutz zu tun.

(dpa/mgä)

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