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Radio Hamburg

Nordkorea

Diktator Kim Jong Un lässt "wählen"

Pjöngjang, 10.03.2014

Deutliches Ergebniss für Nordkoreas Diktator Kim Jong Un.

Bei den Parlamentswahlen im kommunistischen Nordkorea gab es ein mehr als eindeutiges Ergebnis.

100 Prozent Wahlbeteiligung und rund 100 Prozent Zustimmung. Das sind die unglaublichen Zahlen, die das kommunistische Regime von Nordkorea unter der Führung von Kim Jong Un nach der Wahl zur 13. Obersten Volksversammlung am Sonntag, 9. März, nun veröffentlicht hat.

Erste Wahl unter Kim Jong Un

Es waren die ersten "Wahlen", die der seit 2011 im Amt "Oberste Führer Nordkoreas" abhalten ließ. Nach Angaben der nordkoreanischen Staatsmedien hatten bis Sonntagabend, 9. März, alle registrierten Nordkoreaner ihre Stimme abgegeben und die aufgestellten Kandidaten mit großer Mehrheit bestätigt. Kim selbst konnte in seinem Wahlbezirk glatte 100 Prozent der Stimmen einfahren. Die Staatsmedien betitelten dies als Ausdruck der "absoluten Unterstützung und des tiefgründigen Vertrauens der Streitkräfte und der übrigen Bevölkerung in den obersten Führer".

Große Farce

Die Parlamentswahl gilt bei ausländischen Beobachtern als großes Theater und reine Formsache. Pro Wahlkreis durfte nur ein zuvor ausgewählter Kandidat der herrschenden Arbeiterpartei für einen Sitz im nordkoreanischen Parlament antreten. Die Stimmberechtigten hatten dann die Wahl in ihrem Bezirk mit Ja oder Nein zu stimmen. So wurden 2009 bei der letzten Parlamentswahl alle Kandidaten mit einer Zustimmung von nahezu 100 Prozent gewählt. Das Fernbleiben von der Wahl kann nach Angaben von Überläufern als politisches Vergehen geahndet werden. Offiziell ist die Volksversammlung damit, die alle fünf Jahre gewählt wird und bisher aus 687 Mitgliedern bestand, zwar das höchste politische Organ Nordkoreas, besitzt faktisch aber keinerlei Macht. Sie tritt lediglich ein bis zweimal im Jahr zusammen, um die vorher gefassten Beschlüsse des Regimes abzusegnen.

Festigung der Macht

Durch das klare Ergebnis wird Kim Jong Uns Stellung in Nordkorea weiter gefestigt. Erst Ende 2013 hatte der Diktator seinen Onkel Jang Song Thaek wegen angeblichen Hochverrats hinrichten lassen. Im Ausland wird davon ausgegangen, dass Kim Jong Un ihm getreue Vertreter in das Scheinparlament entsendet hat.

(dpa/ san)

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