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Radio Hamburg

Grubenunglück in der Türkei

238 Tote, Hunderte Vermisste - Die Welt trauert

Istanbul, 14.05.2014
Grubenunglück in der Türkei Kumpel

Schweres Grubenunglück in der Türkei: 238 Kumpel sind tot, 120 noch eingeschlossen.

Die Türkei trauert um die Opfer des verheerenden Bergbauunglücks. Die Welt nimmt Anteil. Hunderte Kumpel werden weiterhin vermisst.

Die Zahl der Toten bei dem Grubenunglück in der Türkei ist nach Angaben von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan auf mindestens 238 gestiegen. Noch rund 120 Kumpel seien unter Tage eingeschlossen, sagte Erdogan nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu am Ort der Katastrophe. Es ist das schwerste Grubenunglück weltweit seit mehr als 20 Jahren. 1992 waren in einem Bergwerk in der türkischen Provinz Zonguldak 263 Menschen ums Leben gekommen.

Energieminister Taner Yildiz sagte am Mittwoch nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu, zum Zeitpunkt des Unglücks am Dienstagnachmittag (13.05.) seien 787 Arbeiter in der Zeche gewesen. Die Regierung in Ankara rief wegen des Unglücks im Kohlekraftwerk Soma in der Provinz Manisa eine dreitägige Staatstrauer aus. Im ganzen Land und an den Vertretungen im Ausland wurden am Mittwoch die Flaggen auf halbmast gesetzt.

Studentenproteste wegen des Unglücks

Unterdessen ist die Polizei in Ankara mit Tränengas und Wasserwerfern gegen einen Studentenprotest wegen des schweren Grubenunglücks in der Türkei vorgegangen. Mehrere hundert Demonstranten seien daran gehindert worden, vor das Energieministerium in der Hauptstadt zu ziehen, berichteten türkische Medien weiter. Die Sicherheitskräfte hätten über Megafon auf die von der Regierung verfügte Staatstrauer für die Opfer der Katastrophe
hingewiesen. Mehrere Gewerkschaften haben für die kommenden Tage zu Protestaktionen aufgerufen.

Mitgefühl aus aller Welt

Das verheerende Grubenunglück in der Türkei löst weltweit Trauer aus. Politiker drücken ihre Anteilnahme aus, Organisationen und Regierungen bieten der Türkei ihre Hilfe an und der nationale Fußballverband sagt Spiele ab.
JOACHIM GAUCK: Der Bundespräsident sprach dem türkischen Staatschef Abdullah Gül seine Anteilnahme aus. "Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und den Angehörigen der noch vermissten Bergleute", schrieb Gauck, der erst vor kurzem die Türkei besucht hatte.
ANGELA MERKEL: Die Kanzlerin schrieb an den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan: "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Den Verletzten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung." Deutschland stehe in diesen schweren Stunden eng an der Seite der Türkei.
FRANK-WALTER STEINMEIER: Der Außenminister betonte: "Ich bin erschüttert über das furchtbare Unglück in dem türkischen Kohlebergwerk, das so viele Opfer gefordert hat." Deutschland stehe bereit zu helfen, wenn die Türkei das wünsche.

 

PAPST FRANZISKUS: Das Oberhaupt der katholischen Kirche rief zum Gebet für die Opfer auf. "Ich lade euch dazu ein, für die Bergleute zu beten, die gestern in der Mine in der Türkei ums Leben gekommen sind und für diejenigen, die noch immer in den Stollen gefangen sind", sagte der Argentinier bei seiner wöchentlichen Generalaudienz vor Hunderten Pilgern auf dem Petersplatz. Franziskus bat zudem um Trost für die Hinterbliebenen der Opfer.
TÜRKISCHER FUSSBALLVERBAND: Der Verband (TFF) sagte für den Mittwoch und Donnerstag alle Spiele ab. Die Begegnungen würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, teilte der TFF mit. Bei den Partien, die zwischen Freitag und Sonntag stattfinden, werde keine Musik gespielt. Die Spieler würden schwarze Armbinden tragen. Zudem solle vor den jeweiligen Begegnungen mit einer Schweigeminute der mehr als 200 Toten der Katastrophe vom Dienstag gedacht werden. (dpa/apr)

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