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Radio Hamburg

Grubenunglück in der Türkei

Keine Hoffnung mehr: 301 Tote

Hamburg, 18.05.2014
RHH - Expired Image

Die Proteste nach dem Grubenunglück dauern an. 

Es gibt keine Hoffnung mehr: Die letzten Bergleute wurden wurden tot geborgen. Insgesamt starben 301 Kumpel. Die Proteste dauern an. 

Keine Hoffnung mehr für die Angehörigen der Kumpel in Soma: Die letzten beiden Bergleute wurden tot geborgen, die Rettungsarbeiten wurden eingestellt. Die Proteste gegen die Regierung allerdings dauern an. Vier Tage nach dem schwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei hat die Regierung die Suche nach Opfern für beendet erklärt.

301 Tote, 485 Gerette

"Es gibt keine Vermissten mehr", sagte Energieminister Taner Yildiz am Samstagabend. Am Nachmittag seien die letzten beiden Leichen aus dem Kohlebergwerk geborgen worden. Die Zahl der Toten liege damit bei 301. 485 Kumpel hätten die Katastrophe vom Dienstag überlebt. Die Suche nach Überlebenden sei "ein Rennen gegen die Zeit" gewesen. Den Angehörigen der Opfer sagte Yildiz Hilfe zu. Die Ursache des Unglücks werde weiter untersucht.

Proteste gegen die Regierung

Das weltweit schwerste Grubenunglück seit fast 40 Jahren hat wütende Proteste gegen die Regierung ausgelöst, der Kritiker eine Mitschuld an der Katastrophe geben. Nach den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei am Freitag in Soma dauerten die Spannungen dort am Samstag an. Augenzeugen berichteten, zwischen 50 und 100 Menschen hätten sich geweigert, ihre Versammlung aufzulösen.

Polizei ging gewaltsam gegen Demonstranten vor

Nach einem Wortgefecht hätten Polizisten einige Menschen geschlagen und mehrere festgenommen. Auch in der Metropole Istanbul ging die Polizei am Abend gewaltsam gegen Demonstranten vor. Die Sicherheitskräfte setzten wohl auf der zentralen Einkaufsmeile Istiklal Caddesi Wasserwerfer und Tränengas ein. Hunderte Demonstranten forderten in Sprechchören den Rücktritt der Regierung wegen des verheerenden Grubenunglücks. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, schärfere Sicherheitskontrollen verhindert zu haben.

Erdogan ausgepfiffen

Erdogan war bei seinem Besuch in Soma am Mittwoch von einer Menschenmenge ausgebuht und ausgepfiffen worden. Der Ministerpräsident hatte unter anderem die schlechte Sicherheitsbilanz der Kohlebergwerke in der Türkei heruntergespielt und gesagt: "Solche Unfälle passieren ständig

Erdogans Auftritt in Köln kritisiert

Deutsche Politiker kritisierten derweil einen für kommenden Samstag (24. Mai) in Köln geplanten Auftritt Erdogans. Forderungen nach einer Absage der Großveranstaltung wurden laut. Erdogans Partei AKP betonte, der Auftritt in Köln sei keine Wahlkampfveranstaltung, sondern würdige das zehnjährige Bestehen der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD). Kritiker gehen jedoch davon aus, dass Erdogan türkischer Präsident werden und in Köln um Stimmen werben will. An der Präsidentenwahl am 10. August dürfen erstmals auch die im Ausland lebenden Türken teilnehmen.

(dpa/ama)