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Radio Hamburg

Fährunglück vor Südkorea

Kapitän der Sewol zu 36 Jahren Haft verurteilt

Seoul, 11.11.2014
Fähre, Südkorea, Sewol, Unglück

Die verantwortlichen Besatzungsmitglieder der Unglücksfähre Sewol wurden zu insgesamt 101 Jahren Haft verurteilt.

295 Menschen starben im April 2014 beim Untergang der Fähre Sewol vor Südkorea. Ein Gericht verurteilte den Kapitän des Schiffes am Dienstag (11.11) zu 36 Jahren Haft.

Mehr als 470 Menschen waren am 16. April 2014 an Bord der südkoreanischen Autofähre Sewol, die vermutlich wegen eines Wendemanövers, bei dem die Ladung verrutscht war, vor der südkoreanischen Küste kenterte. Insgesamt kamen bei dem dramatischen Schiffsunfall 295 Menschen ums Leben. In Kwangju wurden die Verantwortlichen am Dienstag (11.11) zu hohen Haftstrafen verurteilt.

36 Jahre Gefängnis

Wie südkoreanische Medien berichtete, wurde Lee Joon Seok, der Kapitän des Schiffes, zu insgesamt 36 Jahren Gefängnis verurteilt. Zur Begründung sagten die Richter, Seok habe seine Pflichten verletzt, was zum Tod von Menschen geführt habe. Der Kapitän wäre unter den ersten gewesen, die das Schiff verlassen hätten. Er habe die Passagiere im Stich gelassen, weshalb die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe gefordert hatte. Zwar trug der 69-Jährige nach Ansicht der Richter die Verantwortung für alles, was auf der Fähre passierte - dennoch sprach die Kammer ihn vom Mordvorwurf frei. Neben dem Kapitän wurden drei mitangeklagte Besatzungsmitglieder zu Haftstrafen von 15, 20 und 30 Jahren verurteilt. 

Suche nach Vermissten eingestellt

Kurz vor der Urteilsverkündung hatte das südkoreanische Ministerium für Ozeanangelegenheiten angekündigt, die Suche nach den neun letzten Vermissten einzustellen. Bei den meisten der Toten handelte es sich um Teenager, die sich auf einem Schulausflug befanden und die bei der Haverei im Speisesaal des Schiffes eingeschlossen wurden.

(dpa/san)

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