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Radio Hamburg

Drama bei US-Raumfahrt

Unbemannte US-Rakete explodiert nach Start

Washington/Moskau, 29.10.2014

Rückschlag für die US-Raumfahrt: Eine Rakete mit dem unbemannten privaten Versorgungsfrachter "Cygnus" ist beim Start zur Internationalen Raumstation ISS explodiert. 

Eine Rakete mit rund 2,3 Tonnen Nachschub für die Internationale Raumstation ISS ist wenige Sekunden nach dem Start in den USA explodiert. Der Raumfahrtbehörde Nasa zufolge gab es beim Unfall der «Cygnus» keine Opfer. Der Schaden für die US-Raumfahrt gilt aber als enorm.

Russischer Versorgungstransporter startet problemlos

Erfolg dagegen für Moskau: Nur wenige Stunden nach dem Unglück hob vom Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) am Mittwoch (29.10) planmäßig ein russischer Versorgungstransporter für die ISS ab. Derzeit arbeiten drei Russen, zwei US-Amerikaner und der Deutsche Alexander Gerst auf dem Außenposten der Menschheit in rund 400 Kilometer Höhe.

Riesiger Feuerball am Himmel

Die private amerikanische Antares-Rakete mit dem Frachter «Cygnus» war am Dienstagabend pünktlich um 18.22 Ortszeit (23.22 MEZ) vom Weltraumbahnhof Wallops (US-Staat Virginia) an der US-Ostküste gestartet. Sekunden später stürzte sie in einem riesigen Feuerball zur Erde. Flammen umhüllten die Startplattform, brennende Trümmer flogen in alle Richtungen.

Lebensmittel für Astronauten auf ISS

Die Ursache der Explosion war zunächst unklar. Offensichtlich seien Treibstofftanks detoniert. «Es ist noch viel zu früh, um genau zu wissen, was passiert ist», sagte der frühere Nasa-Astronaut Frank Culbertson, der jetzt Vizepräsident der US-Privatfirma Orbital Sciences ist. Die von Orbital Sciences entwickelte «Cygnus» (Schwan) sollte rund 2300 Kilogramm Lebensmittel und Forschungsmaterial zur ISS bringen.

Russland bietet Hilfe an

Seit 2013 gab es drei erfolgreiche Flüge. Nach Nasa-Angaben waren keine dringend notwendigen Güter an Bord. «Die Mannschaft ist in keiner Gefahr», sagte William Gerstenmaier, Chef für bemannte Raumfahrt. Russland, Partner der USA beim ISS-Programm, bot Hilfe an. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos könnte einen zusätzlichen Versorgungsflug übernehmen, sagte Alexej Krasnow von Roskosmos. Für den russischen Nachschub habe der Unfall keine negativen Folgen. Moskau bringe die Güter meist in einem eigenen Progress-Transporter zur ISS, sagte Krasnow.

157 Millionen Euro Schaden

Dem Ex-Astronauten Culbertson zufolge war bei dem Unglück nach einer ersten Explosion der Befehl zur völligen Zerstörung des Fluggeräts gegeben worden. Damit soll etwa verhindert werden, dass Raketenteile auf bewohntes Gebiet einschlagen. Die Rakete und der Transporter, die zusammen umgerechnet mehr als 157 Millionen Euro kosteten, seien verloren, sagte Culbertson. 

(dpa/mgä)

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