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Radio Hamburg

Ebola-Epidemie

Erster Ebola-Infizierter in den USA

Atlanta, 02.10.2014
Ebola, Virus

Ebola ist jetzt zum ersten Mal während der aktuellen Epidemie bei einem Patienten in den USA diagnostiziert worden.

Für die USA ist ein Alptraum wahr geworden: Der erste Ebola-Patient außerhalb Afrikas während der aktuellen Epidemie liegt auf einer Isolierstation in Texas.

Es ist der erste Fall seit Beginn der aktuellen Epidemie, dass ein Mensch sich in Afrika mit Ebola infizierte und dann außerhalb des Kontinents erkrankte. Der Mann war vor etwa zehn Tagen aus dem westafrikanischen Liberia in die USA geflogen. Er hatte sich erstmals am 26. September mit Symptomen ins Texas Health Presbyterian Krankenhaus (Dallas) begeben, war aber zunächst nicht auf Ebola hin untersucht und mit Medikamenten wieder nach Hause geschickt worden. Erst zwei Tage später kam er erneut ins Krankenhaus und wurde dann positiv auf Ebola getestet.

Kontakt mit Kindern

Der Ebola-Patient in Texas hat nach offiziellen Angaben in den USA Kontakt mit mehreren Kindern gehabt. Die Schulbehörde des amerikanischen Bundesstaates teilte am Mittwoch (01.10) mit, fünf Kinder aus vier verschiedenen Schulen seien mit dem Infizierten vor dessen Einweisung auf eine Isolierstation in Kontakt gekommen. Die Kinder seien unter Beobachtung gestellt worden, zeigten bislang aber keine Symptome.

Ebola in Deutschland?

Im Flugzeug ist von dem Patienten nach Einschätzung des Hamburger Virusexperten Jonas Schmidt-Chanasit noch keine Ansteckungsgefahr ausgegangen. "Der Mann war nicht erkrankt, als er im Flieger war. Da ist das Risiko null", sagte der Leiter der Virusdiagnostik des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. Mitreisende könnten sich nur bei erkrankten Personen infizieren, die Fieber haben oder andere Beschwerden zeigten. Durch den internationalen Flugverkehr sei es möglich, "dass mal so ein Fall nach Deutschland importiert wird". "Es wird aber niemals bei uns zu so einem Ausbruch kommen wie in Westafrika. Unser Gesundheitssystem und unsere kulturellen Voraussetzungen sind ganz andere."

Lest auch: WHO warnt: Sprunghafter Ebola-Anstieg

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von einem extrem sprunghaften Anstieg der Ebola-Infektionen bis Novemb ...

(dpa/ mej)

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