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Radio Hamburg

Ebola-Epidemie

Impfstoff soll in Hamburger UKE getestet werden

Hamburg, 22.10.2014
RHH - Expired Image

Der in Kanada entwickelte experimentelle Impfstoff wir ab dieser Woche auch in Hamburg getestet. 

Die kanadische Regierung stellt ab dieser Woche einen Impfstoff gegen Ebola zur Verfügung, der unter anderem auch hier im UKE getestet werden soll.

Ende August wurde ein mit Ebola infizierter Mitarbeiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eingeliefert. Der Senegalese konnte am 3. Oktober geheilt entlassen werden. Nun soll ab dieser Woche (22.10) ein Impfstoff aus Kanada in mehreren europäischen und afrikanischen Städten getestet werden, unter anderem auch in Hamburg.

Tests starten diese Woche

800 Ampullen eines experimentellen Ebola-Impfstoffs hat Kanada der WHO zur Verfügung gestellt. Diese sollen nun in verschiedenen Ländern getestet werden. Unter anderem gehen Teile des Stoffes neben Hamburg auch nach Genf, Kenia, Mali und Gabun. Durch die Verzögerung der Lufthansa-Streiks sollen die Ampullen erst am Mittwoch (22.10.) in Genf ankommen und von dort aus an die Testlabore verteilt werden. Noch in dieser Woche sollen dann die Tests mit dem Impfstoff starten, berichtet das Abendblatt.

Impfstoff-Test mit Erwachsenen

20 bis 30 gesunde Erwachsene sollen an der klinischen Studie im UKE teilnehmen. In Phase I werden vorerst die Verträglichkeit und die Aufnahme im menschlichen Körper getestet. Etwa vier bis sechs Wochen brauche die erste Immunreaktion, bis sie sich ausgebildet habe. Erst dann können die Phasen II und III gestartet werden, in denen hauptsächlich die Dosierung und der Wirksamkeit untersucht werden, so Prof. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI), gegenüber dem "Hamburger Abendblatt".

Ziel: Ebola-Impfstoff noch 2015 zulassen

Als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel muss das PEI die Genehmigung für die Erprobung des Impfstoffs erteilen. Zeitgleich werden die Impfstoffe auch in den USA, Genf, Kenia, Mali und Gabun getestet. Das gemeinsame Ziel ist, einen Impfstoff noch im Laufe des Jahres 2015 zur Zulassung zu bringen.

Zehnjährige Forschung

Bisher gab es in Kanada keinen Fall von Ebola, dennoch hat das Land insgesamt 65 Millionen Dollar für die Bekämpfung des Virus bereitgestellt. Der experimentelle Impfstoff sei das Ergebnis zehnjähriger Forschung der kanadischen Regierung, berichtet das "National Journal".  Erste Versuche mit Tieren seien vielversprechend. Bereits seit letzter Woche werde der kanadische Wirkstoff in den USA getestet.

Geheilte Patienten

Nur 20 bis 30 Prozent der mit Ebola infizierten Patienten überleben das Virus. So auch kürzlich die spanische Krankenschwester, die sich bei der Behandlung eines Ebola-Patienten ansteckte. Das Ärzteteam des Carlos-III-Krankenhauses teilte mit, das bei der zweiten Blutanalyse der Pflegerin Teresa Romero keine Viren mehr festgestellt wurden. Laut Tropenmediziner José Ramón Arribas werde die 44-Jährige keine Folgeschäden von dem Virus davontragen. "Bis die Patientin sich von der schweren Infektion vollständig erholt hat, werden einige Tage vergehen", so Arribas.

Beschwerden spanischer Krankenpfleger

Bereits vor der Infektion der spanischen Krankenschwester beschwerten sich viele Mitarbeiter des Krankenhauses bei den Gesundheitsbehörden, dass es gravierende Mängel bei der Behandlung von Ebola-Patienten gebe. Auch die Schutzanzüge und die Quarantäne-Vorschriften seien unangemessen. In den USA habe es ebenfalls Beschwerden gegeben, nachdem sich zwei Krankenschwestern in einer texanischen Klinik angesteckt hatten. Dort hat die Gesundheitsbehörde die Vorschriften für das Pflegepersonal verschärft.

(asc)

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