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Radio Hamburg

Drama in Nepal

Mindestens 4.300 Erdbeben-Opfer

Kathmandu, 28.04.2015
RHH - Expired Image

Trauer und Verzweiflung unter der nepalesischen Bevölkerung.

Die Regierung von Nepal hat die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben auf jetzt über 4.300 nach oben korrigiert. Viele menschen sind noch von der Außenwelt abgeschnitten.

Auf der Suche nach Wasser und Nahrung haben Zehntausende Menschen das von einem Erdbeben schwer getroffene Kathmandu-Tal in Nepal verlassen. Die nepalesische Zeitung "Himalayan Times" gab ihre Zahl am Dienstag mit mehr als 72 000 an. In der Hauptstadt des Himalaya-Landes gebe es derzeit keinen Strom und kaum Trinkwasser, sagte Philips Ewert, Einsatzleiter der Hilfsorganisation World Vision vor Ort. Alle großen Geschäfte und Banken seien geschlossen.

"Außerdem wollen viele Menschen in ihre Heimatdörfer fahren und schauen, wie es ihren Familien geht", sagte Ewert. Auf Fotos waren völlig überladene Lastwagen und Busse zu sehen, die Kathmandu verließen.

Das Erdbeben der Stärke 7,8 hatte am Samstag große Teile Nepals sowie die angrenzenden Länder Indien und China erschüttert. Im Bebengebiet leben nach UN-Angaben etwa 6,6 Millionen Menschen. Wie viele davon wirklich stark betroffen sind, ist laut Ewert noch nicht abzusehen. Seine Organisation höre immer wieder, dass im Epizentrum die meisten Häuser zerstört seien. "Aber die Region ist noch völlig unzugänglich."

Schwierigkeiten die Krise zu meistern

Nepals Regierung drei Tage Staatstrauer angeordnet. Die Helfer finden in dem südasiatischen Land immer mehr Menschen unter den Trümmern. Bislang seien allein in Nepal 4347 Leichen gefunden worden, erklärte die Regierung am Dienstag. Auf chinesischer Seite stieg die Zahl der Toten auf 25; in Indien starben 72 Menschen.

Die Regierung erklärte außerdem erstmals öffentlich, trotz zahlreicher Warnungen vor einem bevorstehenden großen Beben nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein. "Wir haben nicht genügend Mittel, und wir brauchen mehr Zeit, um alle zu erreichen", erklärte Innenminister Bam Dev Gautam im staatlichen Fernsehen. Die Behörden hätten Schwierigkeiten, die Krise zu meistern. 

Messner kritisiert die Rettung

Bergsteiger-Legende Reinhold Messner spricht von einer "Zwei-Klassen-Rettung" und erklärt: "Die große Zahl der Toten und Verschütteten ist nicht am Mount Everest. Dort sind Bergsteiger, dort sind Hubschrauber, dort sind Ärzte. Natürlich ist das auch schlimm, dass das Basislager am Rande einer Lawine verschüttet worden ist. Aber diese Menschen sind in Eigenverantwortung und zum Tourismus dort. Aber in Kathmandu sind Tausende Menschen begraben unter diesen Lehmhütten, die zusammengebrochen sind, ganze Siedlungen sind verschüttet, von denen wir bis jetzt noch keine Ahnung haben."

(dpa/aba)

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