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Radio Hamburg

Nach Explosionsunglück

Zahl der Toten in Tianjin auf 112 gestiegen

Tianjin, 16.08.2015
RHH - Expired Image

Das wirkliche Ausmaß der Katastrophe in Tianjin ist noch nicht bekannt, da die chinesischen Behören den Informationsfluss stark kontrollieren und teils sogar betrafen.

Nach dem schweren Explosionsunglück in der chinesischen Stadt Tianjin ist die Zahl der Toten auf 112 gestiegen. 95 Menschen werden weiterhin vermisst.

Nach dem schweren Explosionsunglück auf dem Hafengelände der chinesischen Stadt Tianjin ist die Zahl der Toten auf 112 gestiegen. Vier Tage nach dem Unglück werden noch 95 Menschen vermisst, darunter 85 Feuerwehrleute, wie die Behörden der amtlichen Nachrichtenagentur "Xinhua" zufolge berichteten. Bei der Katastrophe sind damit wohl auch deutlich mehr Feuerwehrleute ums Leben gekommen als bisher zugegeben.

Das ist passiert!

Die Retter waren am späten Mittwochabend (12.08) zu einem Feuer in dem Gefahrgutlager geeilt und waren gerade bei ersten Löscharbeiten, als sich die massiven Explosionen von Chemikalien ereigneten. Ihnen war nicht bekannt, welche Gefahrgüter dort lagerten. Auch setzten sie Wasser ein, was bei Chemikalien wie dem unter anderem dort gelagerten hochgiftigen Natriumcyanid explosive Reaktionen auslösen kann. Der Tod von mehr als 20 Feuerwehrleuten ist bereits bestätigt. Nie zuvor in der Geschichte der Volksrepublik sind bei einem Unglück so viele Feuerwehrleute ums Leben gekommen wie in Tianjin.

"Unbestätigte Informationen" werden bestraft

Die höhere Zahl von vermissten Helfern folgte auf Proteste von aufgebrachten Angehörigen, die beklagten, dass nicht alle in den Explosionen verschwundenen Helfer mitgezählt würden, weil sie nur angeheuert waren und nicht den offiziellen Status als Feuerwehrmann besaßen. Da die Behörden die Informationen stark kontrollieren und Journalisten nicht selbst recherchieren dürfen, kommt das Ausmaß der Katastrophe nur langsam an die Öffentlichkeit. 50 Webseiten wurden bestraft, weil sie angeblich "Gerüchte" oder "unbestätigte Informationen" veröffentlicht und damit Panik ausgelöst hätten. Auch wurden Webseiten bestraft, weil sie Nutzern ermöglicht hätten, "unbegründete Gerüchte" zu verbreiten. Neben dem schrecklichen Explosionsunglück, dessen wirkliches Ausmaß immer noch endgültig bekannt ist, steht ebenfalls wieder einmal auch Chinas Pressezensur im Fokus des Geschehens.

(dpa/jmü)

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