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Radio Hamburg

Klimagipfel in Paris

Die Welt einigt sich auf Klimavertrag

Paris, 13.12.2015
Klimagipfel

Jubel bei der Verkündigung der Einigung. (v.l. Christiana Figueres (Generalsekretärin der Klimakonventionen der Vereinten Nationen), Ban Ki Moon (Generalsekretär der Vereinten Nationen), Laurent Fabius (Französischer Außenminister) und Francois Hollande (Präsident Frankreichs))

Nach zweiwöchigen Verhandlungen steht nun endlich der Klimavertrag. Und alle 195 Deligierten haben dem historischen Dokument zugestimmt. 

"Die Pariser Vereinbarung für das Klima ist angenommen." verkündete Frankreichs Außenminister und Konferenzleiter Laurent Fabius unter dem Jubel der Delegierten. Nach zweiwöchigen Verhandlungen haben sich nahezu alle Staaten der Welt auf einen historischen Klimaschutz-Vertrag geeinigt.

Das verbindliche Abkommen wurde von Umweltschützern überwiegend positiv aufgenommen. "Wir haben heute alle zusammen Geschichte geschrieben", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Viele Delegierte, die jahrelang für das Abkommen gekämpft hatten, fielen einander am Samstagabend in Paris gerührt in die Arme.

Erderwärumng auf unter 2 Grad begrenzen 

Zentrales Ziel der 195 Länder ist es, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen - und wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Allerdings werden die nationalen Klimaziele weiterhin von den einzelnen Ländern selbst festgelegt. Und bislang reichen die vorliegenden Zusagen nicht aus, um den Klimawandel auf ein erträgliches Maß zu begrenzen.

Anders als bisher ist der Abbau von Treibhausgasen künftig Aufgabe aller Staaten und nicht nur der Industrieländer. Laut Vertrag soll der Ausstoß von Treibhausgasen möglichst bald sinken. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sollen dann nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden, als an anderer Stelle - zum Beispiel durch Neuanpflanzung von Wäldern - absorbiert werden können. 

Neue Klimaschutzpläne alle fünf Jahre

Umweltministerin Hendricks betonte, die Vertragsstaaten müssten ab 2020 alle fünf Jahre neue Klimaschutzpläne vorlegen, "die so ambitioniert wie irgend möglich sein müssen". Außerdem müsse jedes Land über seine Emissionen berichten, "damit die Fortschritte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch der Realität entsprechen".

Kritik vom BUND 

Kritik kam vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dessen Vorsitzender Hubert Weiger sagte, das Abkommen liefere "keine angemessenen Antworten auf die Klimakrise". "Die Diskrepanz zwischen dem in Paris vereinbarten Temperaturziel und der tatsächlichen Klimapolitik der Staaten ist riesig."

(dpa/asc)

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