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Radio Hamburg

Anschlag auf "Charlie Hebdo"

Polizei hat mehrere Verdächtige festgenommen

Paris, 08.01.2015
RHH - Expired Image

Die Polizei sucht die beiden mutmaßlichen Attentäter Said und Chérif K. 

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen.

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Das gab Premierminister Manuel Valls am Donnerstag im Sender RTL bekannt. Französische Medien berichteten von sieben Festnahmen. Unklar blieb zunächst, wo die Männer und Frauen am späten Mittwochabend festgenommen wurden. Die Polizei sucht als Hauptverdächtige die beiden Brüder Chérif (32) und Said K. (34). Der nach dem Anschlag ebenfalls gesuchte 18 Jahre alte Schwager der beiden Brüder hat sich am Mittwochabend der Polizei gestellt. Er soll seine Unschuld beteuern.

Zwölf Menschen getötet

Die Brüder sollen am Mittwochvormittag schwarz vermummt die Redaktion des Magazins mitten in der Hauptstadt gestürmt und unter anderem mit einer Kalaschnikow um sich geschossen haben. Im Kugelhagel waren zwölf Menschen getötet worden, darunter acht Journalisten. Elf Menschen wurden verletzt. Die Terroristen riefen während des Anschlags "Allah ist groß" und "Wir haben den Propheten gerächt" und "Wir haben Charlie Hebdo getötet". Zudem hätten sie behauptet, zur Terrororganisation Al-Kaida zu gehören.

Tag der nationalen Trauer

Die Sicherheitsmaßnahmen im Großraum Paris wurden massiv verschärft. Der französische Staatspräsident François Hollande ordnete am Donnerstag einen Tag der nationalen Trauer an. Er forderte die Franzosen auf, in dieser schweren Zeit zusammenzustehen. Die Polizei war mit mehr als 3.000 Beamten im Einsatz, um die Flüchtigen zu finden. Spezialkräfte umstellten in der Nacht ein Haus im ostfranzösischen Reims. Der 18-Jährige wurde ebenso verhört wie das Umfeld der verdächtigen Brüder. Die Behörden veröffentlichten im Internet ein Fahndungsplakat, um Zeugen zu finden.

Ausweis im Fluchtauto vergessen

Die Attentäter haben auf der Flucht offenbar einen schweren Fehler gemacht und die Polizei so auf ihre Spur gebracht. Wie die Zeitschrift "Le Point" und die Zeitung "Le Monde" schreiben, vergaß einer der Brüder seinen Personalausweis im Fluchtwagen, als die Attentäter am Rande der Hauptstadt das Auto wechselten. Chérif K. soll 2008 verurteilt worden sein, weil er im Irak gekämpft haben soll. Die drei Männer sollen aus Paris kommen und die französische Staatsbürgerschaft haben.

Mutmaßlicher Helfer stellt sich

Der 18-jährige mutmaßliche Helfer sei in der Kleinstadt Charleville-Mézière nahe der belgischen Grenze in Polizeigewahrsam, hieß es am frühen Donnerstagmorgen in übereinstimmenden Medienberichten. Er heiße Hamyd M. und soll seine Unschuld beteuert haben. Er habe sich gestellt, weil sein Name in den sozialen Netzwerken genannt worden sei. Mitschüler in Charleville-Mézière sollen Medien zufolge erklärt haben, er sei am Morgen in der Schule gewesen.

"Charlie Hebdo" war mehrfach wegen Mohammed-Karikaturen in die Kritik geraten und angefeindet worden. Erst am Dienstag hatte die Zeitschrift eine Karikatur veröffentlicht, auf der ein islamistischer Terrorist mit einer umgehängten Kalaschnikow auf dem Rücken sagt: "Noch immer kein Attentat in Frankreich, aber man darf sich ja bis Ende Januar was wünschen."

Weltweite Unterstützung

Das Blutbad löste Entsetzen und Abscheu aus. Mehr als 100.000 Franzosen gingen am Mittwochabend landesweit auf die Straßen, um sich mit "Charlie Hebdo" zu solidarisieren. Auch weltweit bekundeten Tausende in Städten ihre Solidarität, so etwa in Berlin. US-Präsident Barack Obama, Papst Franziskus und Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigten sich erschüttert. Auch islamische Staaten wie Katar und Muslimverbände verurteilten die Tat.

(dpa/ste)