Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Kepler-452b

Nasa entdeckt erdähnlichen Planeten

Washington, 24.07.2015
Kepler-452b

Der Durchmesser von "Kepler-452b" ist 60 Prozent größer als der der Erde.

Sensation! Wissenschaftler der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben den bislang erdähnlichsten Planeten entdeckt.

Auf ihrer Suche nach einer "Erde 2.0" hat die Nasa nach eigenen Angaben einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Die Raumfahrtbehörde entdeckte jetzt einen "Kepler-452b" getauften Himmelskörper. Der Planet ist der Erde sehr ähnlich. Das Objekt sei eine Art "größerer und älterer Cousin" der Erde, teilten die Forscher bei einer Pressekonferenz am Donnerstag mit. Der mit dem Weltraumteleskop "Kepler" erspähte Planet befinde sich in der bewohnbaren Zone nahe eines anderen sonnenartigen Sterns mit der Bezeichnung "Kepler-452". Wasser könnte auf dem Planeten flüssig sein - eine der Grundvoraussetzungen für Leben.

60 Prozent größer als die Erde

"Dieses aufregende Ergebnis bringt uns einen Schritt näher zur Entdeckung einer Erde 2.0", sagte Nasa-Manager John Grunsfeld. Wasser oder gar Leben haben die Forscher auf dem fernen Planeten bislang aber nicht entdeckt. Der Durchmesser von "Kepler-452b" ist 60 Prozent größer als der der Erde. Gewicht und Zusammensetzung des Planeten haben die Forscher noch nicht genau bestimmen können, die Wahrscheinlichkeit sei aber hoch, dass er felsig sei. Der neu entdeckte Planet ist fünf Prozent weiter von seinem sonnenartigen Stern "Kepler-452" entfernt, als die Erde von der Sonne. Er braucht 385 Tage, um den Stern einmal zu umrunden.

Möglichkeit für Leben besteht

Der Stern "Kepler-452" ist sechs Milliarden Jahre alt - 1,5 Milliarden Jahre älter als unsere Sonne - und 20 Prozent heller. Das "Kepler-452"-Sonnensystem liegt im Sternbild Schwan rund 1400 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. "Es ist beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass dieser Planet sechs Milliarden Jahre in der bewohnbaren Zone eines Sterns verbracht hat, länger als die Erde", sagte Nasa-Wissenschaftler Jon Jenkins. "Das ist eine wesentliche Möglichkeit für die Entstehung von Leben - wenn denn alle wesentlichen Voraussetzungen und Konditionen dafür auf diesem Planeten existieren.

Viele Funde durch Kepler

Der Nasa-Planetenjäger "Kepler" - benannt nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) - war 2009 in die Erdumlaufbahn gebracht worden, um dort nach extrasolaren Planeten (Exoplaneten) zu suchen. Bislang sind so fast 4700 mögliche Exoplaneten entdeckt worden, bestätigt sind inzwischen 1030. 2013 hatte das Teleskop seine Arbeit wegen eines technischen Defekts beenden müssen, seine Daten werden jedoch weiter ausgewertet. Die «Kepler»-Mission hat den Wissenschaftlern deutlich gemacht, dass erdähnliche Planeten keine Seltenheit sind. Schätzungen zufolge besitzt mindestens jeder zweite Stern in etwa erdgroße Planeten. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass es auf einem dieser Himmelskörper auch Leben gibt.

(dpa/lhö)

comments powered by Disqus