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Radio Hamburg

Nemzow Mordermittlungen

Ein Verdächtiger gesteht Tatbeteiligung

Moskau, 08.03.2015
Boris Nemzow, Abschied, Blumen, 2015

Im Fall des ermordeten Kreml-Kritikers Nemzow hat jetzt ein Verdächtiger die Tatbeteiligung gestanden.

Einer der Verdächtigen im Mordfall des Kremlkritikers Boris Nemzow hat die Beteiligung an der Tat gestanden.

Das hat eine Moskauer Richterin russischen Agenturen zufolge gesagt. Details waren zunächst nicht bekannt. In den Mordermittlungen hat die russische Polizei insgesamt fünf Verdächtige festgenommen.  Nemzow war am 27. Februar von einem Unbekannten in Sichtweite des Kremls erschossen worden.

 

Saur D. habe ein Geständnis abgelegt, sagte die Moskauer Richterin Natalja Muschnikowa am Sonntag in Moskau russischen Agenturen zufolge.  Der Verdächtige muss vorerst bis zum 28. April in Untersuchungshaft, wie eine Gerichtssprecherin zuvor mitgeteilt hatte. Der Oppositionspolitiker Boris Nemzow war am 27. Februar von einem Unbekannten in der Nähe des Kremls hinterrücks erschossen worden.

Saur D. war in der Teilrepublik Inguschetien im islamisch geprägten Nordkaukasus gefasst worden. Das war am Samstag bekannt geworden. Insgesamt nahmen die Ermittler fünf Verdächtige mit Verbindungen in den Nordkaukasus fest. Alle wurden am Sonntag (08.03.) einer Haftrichterin vorgeführt.

Ihnen wird vorgeworfen, an der Organisation und Ausführung der Tat beteiligt gewesen zu sein. Die vier übrigen Verdächtigen wiesen die Anschuldigungen nach Angaben des Gerichts zurück.  In der Unruheregion Nordkaukasus kommt es immer wieder zu Anschlägen von Extremisten. Eine der Theorien der Behörden zum Motiv für die Ermordung Nemzows ist ein islamisch-extremistischer Hintergrund. Der Oppositionspolitiker soll Drohungen aus diesem Milieu erhalten haben, weil er sich nach dem Anschlag auf die Pariser Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Januar solidarisch mit den Opfern gezeigt hatte.

Tochter erhebt schwere Vorwürfe

Schanna Nemzowa, Tochter des ermordeten russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow, hat schwere Vorwürfe gegen den Kreml erhoben. "Ich bin mir sicher, es war ein politisch motivierter Mord", sagte sie der "Bild am Sonntag". "Er wurde umgebracht, weil er gegen den Kreml war. Das ist klar." Kreml-Chef Wladimir Putin hatte den Mord als Provokation verurteilt.

Die 30-Jährige ist die älteste Tochter Nemzows. Sie ist überzeugt, dass "dieser Mord mit voller Unterstützung der Machthaber begangen wurde, dass die Täter sicher waren, dass sie nicht bestraft werden".

(dpa/aba)

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