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Radio Hamburg

Terror in Tunis

Mindestens 21 Todesopfer

Tunis, 18.03.2015
Terror in Tunis

Terror in Tunis: Auch ein Deutscher soll unter den Opfern sein.

Bei einem Terroranschlag auf das Nationalmuseum in Tunis sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen, darunter eventuell auch ein Deutscher.

Nach dem blutigen Terroranschlag in Tunis geht die Suche nach weiteren Beteiligten und Hintermännern weiter. Bei dem Anschlag auf das Nationalmuseum im Herzen von Tunis kamen mindestens 21 Menschen ums Leben, unter ihnen 17 Touristen. Die Opfer stammten aus Polen, Italien, Spanien und Tunesien und womöglich auch aus Deutschland. Nach drei Terroristen werde noch gefahndet.

Attentäter stürmten Nationalmuseum

Terroristen stürmten am Mittwoch das Nationalmuseum Tunesiens und töteten dabei 19 Menschen, darunter 17 ausländische Touristen. Auch zwei Attentäter sind nach Angaben des tunesischen Ministerpräsidenten Habib Essid umgekommen. Demnach starben insgesamt 21 Menschen, 44 wurden verletzt. Unter den Toten wurden nach Regierungsangaben bislang vier Italiener, fünf Japaner, zwei Spanier, zwei Tunesier und zwei Kolumbianer identifiziert. Auch je ein Urlauber französischer, polnischer und australischer Herkunft seien gestorben. Die Identität eines Getöteten sei noch ungewiss. Auch ein Deutscher könnte umgekommen sein. Das Auswärtige Amt sagte dazu, man bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung. Der Anschlag löste international Entsetzen aus und wurde scharf verurteilt.

Sicherheitskräfte beendeten die Geiselnahme

Bewaffnete hatten am Mittag auf dem Platz, an dem das Bardo-Museum und das Parlament liegen, willkürlich auf Touristen gefeuert und sie bis in das Museum verfolgt, sagte Essid. Dort nahmen sie dann zahlreiche Urlauber als Geiseln. Die meisten der etwa 100 Besucher, die sich zu dieser Zeit im Museum aufhielten, konnten jedoch laut Innenministerium rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Tunesische Sicherheitskräfte, die das Gebäude zunächst umstellt hatten, beendeten am Nachmittag die Geiselnahme. Dabei starben nach Angaben des Staatsfernsehens zwei Terroristen und ein Polizist.

"Terroristen endgültig ausschalten"

Präsident Béji Caïd Essebsi erklärte, ein "riesiges Unglück" habe Tunesien heimgesucht. "Wir müssen mit einer Generalmobilmachung beginnen und die Terroristen endgültig ausschalten", sagte er beim Besuch von Verletzten im Krankenhaus. Bei einer Fernsehansprache versprach Essebsi, Tunesiens Bürger werden "über diese kriminellen Minderheiten" siegen. Im Herzen der Hauptstadt versammelten sich Tausende Tunesier, um ein Zeichen gegen den Terroranschlag zu setzen.

Internationales Entsetzen

International stieß die Tat auf scharfe Kritik. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon betonte, die Vereinten Nationen seien solidarisch mit den Menschen und den Behörden in Tunesien. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und führende EU-Politiker waren entsetzt. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg verurteilte den Anschlag "auf das Schärfste". Zu tunesischen Angaben, nach denen mindestens ein Deutscher bei dem Terroranschlag in Tunis getötet wurde, äußerte sich Steinmeier zurückhaltend. "Unsere Botschaft in Tunis arbeitet gemeinsam mit den tunesischen Behörden daran, schnellstmöglich für Aufklärung zu sorgen."

Das Auswärtige Amt in Berlin rät schon länger von Reisen in mehrere Regionen Tunesiens ab. Nach dem Terroranschlag jetzt in Tunis ist die Reisewarnung aktualisiert worden.

(dpa / ste)

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