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Radio Hamburg

Ein Wunder im Erdbeben-Drama

105 Jahre alter Mann gerettet

Kathmandu, 04.05.2015
RHH - Expired Image

Retter bergen aus den Trümmern einen 105 Jahre alten Mann.

Es klingt wie ein Wunder: Mehr als eine Woche nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben haben Helfer noch mehrere Überlebende aus Trümmern und Erdmassen geborgen. 

Mehr als eine Woche nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben haben Helfer nach Behördenangaben noch mehrere Überlebende aus Trümmern und Erdmassen geborgen. Unter ihnen sei ein 105 Jahre alter Mann, wie die Polizei in Nepal am Sonntag (03.05.) mitteilte. Deutsche Rettungsteams waren da schon wieder auf dem Weg nach Hause. Auch wurden viele im Himalaya-Gebirge festsitzende Touristen ausgeflogen; vom Mount Everest zogen quasi alle Expeditionsteams ab. Die Zahl der Toten in den betroffenen Ländern Nepal, Indien und China stieg auf mehr als 7200.

Zwei Erdbeben überlebt

Der gerettete Greis sei verletzt, aber außer Lebensgefahr, hatte Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal zuvor gesagt. Er habe seit dem Erdbeben am Samstag vor einer Woche unter den Überresten seines Lehmhauses im Dorf Kimtang im Distrikt Nuwakot gelegen. Ein Team aus nepalesischer Polizei und japanischen Rettungskräften habe ihn gefunden. "Wir glauben, dass er mehr als 100 Jahre alt ist", sagte Laxmi. Damit hätte der Gerettete schon das vorherige schwere Erdbeben in Nepal im Jahr 1934 überlebt.

Die drei anderen Überlebenden - zwei Frauen und ein Mann - wurden im Dorf Kerabari im Distrikt Sindhupalchowk gefunden. Nepalesische Soldaten und Polizisten hätten sie am Sonntag ausgegraben, sagte der örtliche Polizist Ram Bahadur Nepali. Zwei der Überlebenden lagen demnach unter den Überresten ihres Lehmhauses, der dritte wurde in der Nähe von einem Erdrutsch erfasst und begraben. Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 hatte am Samstag vor einer Woche den Himalaya erschüttert - es war das schwerste Beben seit mehr als 80 Jahren. Die Regierung Nepals hatte am Wochenende erklärt, es gebe quasi keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Deswegen sollten sich alle verfügbaren Kräfte auf die Verteilung von Zelten, Nahrungsmitteln und Medikamenten konzentrieren. Zuletzt waren am Donnerstag ein 18-Jähriger sowie eine junge Frau gerettet worden.

90 Prozent der Häuser zerstört

Die Verteilung der lebensnotwendigen Güter vor allem in die entlegenen Gebiete ist aber nach wie vor sehr schwierig. Noch immer müssen viele Menschen unter freiem Himmel schlafen. Sie seien dringend auf gute Zelte und Werkzeuge zur Reparatur von Unterkünften angewiesen, teilte das UN-Büro für Katastrophenhilfe (Ocha) mit. Die Regierung in Kathmandu erklärte, sie habe keine Zelte mehr. In den am schwersten betroffenen Distrikten Gorkha und Sindupalchowk wurden bis zu 90 Prozent der Häuser zerstört.

Sechs Feuerwehrleute von @fire und ihre zwei Rettungshunde landeten am Sonntag in Frankfurt. Man habe nicht mehr damit rechnen können, noch Überlebende zu finden, sagte Sebastian Stenzel von @fire. "Mit jedem Tag schwindet die Wahrscheinlichkeit, dass noch jemand lebend gefunden werden kann.» Gerade in Nepals einfachen Ziegelhäusern gebe es nach Einstürzen kaum Hohlräume, wo Menschen überleben könnten. Das Ausmaß der Zerstörung sei katastrophal. "Es sind ganze Ortschaften wie ausradiert", berichtete der @fire-Teamleiter Irakli West.

Zwei Frauen aus Niedersachsen weiterhin vermisst

Wie viele Touristen noch in den Bergen festsitzen, scheint unklar - verschiedene Behörden in Nepal machten dazu unterschiedliche Angaben. So werde zum Beispiel im Gebiet am Tamang Heritage Trail nach zwei jungen Frauen aus Niedersachsen und anderen Touristen gesucht, sagte die Mutter von einer der Vermissten. Zuletzt sprach das Auswärtige Amt noch von Dutzenden Deutschen, zu denen kein Kontakt bestehe.

(dpa/aba)

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