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Radio Hamburg

Terror in Paris

Zwei Attentäter als Flüchtlinge eingereist

Paris, 15.11.2015
Paris Anschlag

Nach dem Anschlag in einer Konzerthalle, vor dem Stade de France und mehreren Restaurants starben 129 Menschen. 

Zwei der Attentäter die am Freitagabend (13.11) in Paris 129 Menschen getötet haben, sei nun identifiziert worden. 

Der zweite Tag nach den Anschlägen in Paris, bei denen 129 Menschen ihr Leben verloren und 352 verletzt wurden. 99 von ihnen schweben weiterhin in Lebensgefahr. Die Ermittlungen schreiten weiter fort. Es habe drei Teams von Terroristen gegeben, die koordiniert vorgegangen seien. Sieben der Terroristen seien gestorben. Nun wurde der erste der Terroristen scheinbar als ein 29-jähriger Franzose identifiziert. Dieser sei den Behörden wegen Radikalisierung bekannt gewesen. Der 29-Jährige sei mehrfach vorbestraft, allerdings niemals wegen Verbindungen in dschihadistische Netzwerke, sagte der Staatsanwalt François Molins. Bei den Überresten eines der Selbstmordattentäter vom Stade de France wurde ein syrischer Pass gefunden. Es verdichten sich die Hinweise, dass dieser Mann und ein weiterer Attentäter als Flüchtlinge getarnt in die EU einreisten. Ein 25-Jähriger soll am 7. Oktober in Serbien eingetroffen sein. Am 3. Oktober war er laut griechischen Behörden als Flüchtling auf der Insel Leros registriert worden.

Bei den etwa eine halbe Stunde andauernden Anschlägen stimmten sich mehrere Terror-Teams ab. "Wahrscheinlich sind es drei koordinierte Teams von Terroristen, auf die diese Barbareien zurückgehen." Sieben Terroristen seien gestorben, sechs davon hätten sich in die Luft gesprengt. Der siebte wurde erschossen. Zunächst war von acht getöteten Angreifern die Rede gewesen. Sie benutzten Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow.

Vater und Bruder in Gewahrsam genommen

Der Vater und der Bruder des 29-jährigen Attentäters, der mit an dem Massaker in der Konzerthalle "Bataclan" beteiligt gewesen sein soll, wurden am Samstagabend in Gewahrsam genommen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlungskreise meldete. Der Bruder des 29-jährigen Attentäters lebt demnach in einem Ort südlich von Paris, der Vater gut 100 Kilometer weiter östlich.

Koordinierter Anschlag

Nach ersten Ermittlungen sei das Massaker eine minutiös koordinierte Kommandoaktion von Anhängern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen. Erste Spuren weisen nach Belgien. Womöglich wollten die Attentäter sogar ein noch größeres Blutbad anrichten. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" könnte ein Anschlag auf das mit knapp 80.000 Fans besetzte Stadion versucht worden sein, in dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Die Mannschaft verweilte am Abend der Attentate zunächst im Stadion und flog erst am Samstagmorgen (14.11) zurück nach Frankfurt. 

Nach Informationen des "Wall Street Journal" soll mindestens ein Täter ein Ticket für das Spiel gehabt haben. Er sei von einem Ordner beim Sicherheitscheck aufgehalten worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen anderen Ordner und einen Polizisten. Bei dem Mann sei etwa eine Viertelstunde nach Spielbeginn am Stadioneingang eine Sprengstoffweste entdeckt worden. Bei der Flucht habe der Mann den Sprengsatz zur Explosion gebracht. Der Polizist vermute, dass der Angreifer den Sprengstoff im Stadion zünden wollte. Ziel sei vermutlich eine Massenpanik gewesen. 

Spuren führen nach Belgien

Eine Spur der Attentäter von Paris führt nach Belgien. Bei einer Razzia der Polizei im Brüsseler Stadtteil Molenbeek wurden am Samstag nach Justizangaben mehrere Personen festgenommen. Eine von ihnen soll sich am Freitagabend in der französischen Hauptstadt aufgehalten haben. Details zu den Ermittlungen und eine genaue Zahl der Festgenommenen nannte die Staatsanwaltschaft bei einer kurzen Pressekonferenz zunächst nicht. Sie verwies lediglich darauf, dass die Pariser Behörden in vier konkreten Fällen in Brüssel um Amtshilfe gebeten hätten. Unter anderem sei es dabei um Informationen zu einem in Belgien angemeldeten Mietwagen gegangen, der in der Nähe der Pariser Konzerthalle "Bataclan" gefunden worden war. 

Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft benutzten die Attentäter bei den Anschlägen mindestens zwei Autos - einen schwarzen Seat und einen ebenfalls schwarzen Polo mit belgischem Kennzeichen. Letzteres Fahrzeug soll von einer Person mit französischem Pass ausgeliehen worden sein, die zuletzt in Belgien lebte. Die Person sei am Samstagmorgen bei einer Routinekontrolle an der Grenze in einem dritten Auto kontrolliert worden, berichtete der französische Staatsanwalt François Molins. In dem Wagen hätten weitere Personen mit Wohnsitz in der Region Brüssel gesessen.

Ein Attentäter auf der Flucht

Ein Verdächtiger ist derzeit auf der Flucht. Die belgische Justiz schrieb im Zusammenhang mit den Ermittlungen eine Person international zur Fahndung aus, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft berichtete.

"Ja, wir sind im Krieg"

Der französische Präsident François Hollande sprach von einem "Kriegsakt" des IS und kündigte "angemessene Entscheidungen" an. Premierminister Manuel Valls sagte am Samstagabend dem Sender TF1: "Ja, wir sind im Krieg." Frankreich werde handeln, um diesen Feind zu zerstören. "Wir ergreifen daher außergewöhnliche Maßnahmen. Und diesen Krieg werden wir gewinnen", schrieb Valls auf Twitter.

(dpa/asc)

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