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Radio Hamburg

Terrorangriffe in Paris

Schüsse, Explosionen und eine Geiselnahme - Mindestens 120 Tote

Paris, 14.11.2015
RHH - Expired Image

Terrorangriffe an mehreren Orten in Paris. Die Stadt versinkt im Chaos.

Bei einer Terrorserie in Paris mit mehreren fast zeitgleichen Anschlägen sind mindestens 120 Menschen getötet worden. 

Schüsse, Explosionen, viele Tote und Verletzte. Die Zahl der Toten stieg stetig und liegt mittlerweile bei mindestens 120. Attentäter schossen am Freitagabend Im Zentrum der französischen Hauptstadt an verschiedenen Orten der französischen
Hauptstadt wild um sich und zündeten mehrere Bomben. Allein in der Konzerthalle "Bataclan" richteten sie ein Massaker mit mindestens 80 Toten an. Vier Tote gab es in der Nähe des Stadions Stade de France, wo gerade das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich stattfand.

Die Lage war bis spät in die Nacht (13.11.) recht unübersichtlich. Präsident Hollande hat den Ausnahmezustand ausgerufen und die Landesgrenzen geschlossen. Fünf Metro-Linien wurden ebenfalls geschlossen und die Pariser wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Alle wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und sich in geschlossenen Räumen in Sicherheit zu bringen. 

Offenbar gab es bis zu sieben verschiedene Anschlagsorte, davon fünf unmittelbar in der Pariser Innenstadt. Auch in einem kambodschanischen Restaurant fielen Schüsse, viele Menschen starben. Der Angreifer soll eine großkalibrige Waffe eingesetzt haben.

Konzerthalle wird evakuiert

In der Konzerthalle Bataclan gab es eine Geiselnahme. Bevor eingegriffen werden konnte, endete diese mit Schüssen und mindestens 100 Toten. Als die Einsatzkräfte die Halle stürmten,  Die Halle ist nur wenige Gehminuten von der Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" entfernt. Umliegende Restaurants sollen sofort evakuiert worden sein. Anschließend stürmten Einsatzkräfte die Halle, die dann ebenfalls evakuiert wurde.

Des Weiteren gab es mehrere Explosionen im Bereich des Stade de France , wo die deutsche Nationalmannschaft gegen Frankreich spielte. Das Ergebnis des Fußballspiels rückte völlig in den Hintergrund. Hier soll sich in unmittelbarer Nähe des Stadions ein Selbstmordattentäter mittels Nagelbombe in die Luft gesprengt haben. Dabei sollen mindestens vier Menschen ums Leben gekommen sein.

Das DFB-Team ist noch in der Nacht aus Paris ausgereist.

Merkel und Cameron schockiert

Staatschef François Hollande und Innenminister Bernard Cazeneuve sind im Krisenstab im Elysée Palast. Hollande sprach von Terrorangriffen, Kanzlerin Merkel drückte ihr tiefes Mtgefühl aus und US-Präsident Obama sprach von einem Angriff auf die gesamte Menschheit. Premier David Cameron bietet Frankreich Hilfe an.

Derweil sollen die Täter auf der Flucht durch Paris sein und werden von schwerbewaffneten Einheiten der Polizei gejagt. Bei den Angriffen sollen die mutmaßlichen Täter "Allah sei gepriesen" gerufen haben. Die Polizei geht inzwischen von gut einem Dutzend Attentäter aus.

Attentat vom Islamischen Staat bejubelt

Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat und anderer extremistischer Gruppen haben die neue Terrorserie in Paris auf Twitter bejubelt. "Nach den französischen Verbrechen in Mali und der Bombardierung in Syrien und im Irak hat der Kampf jetzt begonnen", hieß es in einem Tweet. Andere Sympathisanten drückten ihre Hoffnung aus, dass sich der IS zu den Anschlägen bekennt. Eine offizielle Erklärung der Miliz oder anderer Dschihadisten zu der Anschlagsserie gibt es bisher nicht. Der IS hatte Mitte März in einer Audiobotschaft mit Anschlägen in Washington, London, Paris und Rom gedroht.  

Facebook richtet "Safety Check" ein

Nach den Anschlägen richtete Facebook einen "Safety Check" ein, mit dem Betroffene ihre Freunde wissen lassen konnten, dass sie in Sicherheit sind. Er wurde bereits im Oktober eingerichtet, da immer mehr Menschen, die sich in solchen Katastrophen befinden, Hilfe übers Internet suchen. "Jedes Mal haben wir beobachtet, dass Nutzer auf Facebook gehen, um zu überprüfen, ob ihre Freunde und Familie sicher sind.", so Mark Zuckerberg. Nutzer können sich so mit ihrem Facebook-Status als 'In Sicherheit' markieren.

Die Welt nimmt Anteil

Tausende sprechen Paris in der Nacht ihre Anteilnahme über die sozialen Netzwerke aus. So wurde auch der Hashtag #Porteouverte, also "Offene Tür" ins Leben gerufen. Pariser Einwohner boten damit denen einen sicheren Platz an, die noch in der Innenstadt unterwegs waren und Hilfe benötigten. Sie veröffentlichten teilweise ihre Adressen um so schnell wie möglich zu helfen, sollte es jemand nicht mehr nach Hause schaffen. 

(apr/dpa/asc)