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Radio Hamburg

Brandkatastrophe

27 Tote bei Brand in Disco

Hamburg, 31.10.2015
Nachtclub in Bukarest

Hier brach das Feuer in der Disco aus. 

Brandkatastrophe in einem Bukarester Nachtclub: Viele Menschen sterben, Dutzende werden verletzt. Ursache war wahrscheinlich eine Feuerwerksshow.

Bei einem Brand in einem Bukarester Nachtclub voller junger Leute sind am Freitagabend mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. 146 Verletzte waren am Samstagmittag noch im Krankenhaus - zehn davon schwebten in Lebensgefahr. Als wahrscheinliche Ursache gilt eine Feuerwerksshow während des Konzerts einer Band. Unter den etwa 200 Gästen brach eine Massenpanik aus. Für die Pyrotechnik im Keller-Club "Colectiv" hatte es den Angaben zufolge keine behördliche Genehmigung gegeben.

Keine Erlaubnis fürs Feuerwerk

Ministerpräsident Victor Ponta sagte, unter den Opfer könne es auch Ausländer geben. Dies werde geprüft. Die Identifizierung sei noch nicht abgeschlossen. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. Ponta kehrte vorzeitig aus Mexiko zu einer Krisensitzung nach Bukarest zurück. Er verlangte strenge Kontrollen in allen Clubs und Bars des Landes. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude-Juncker sprach Rumänien sein Beileid aus. Augenzeugen berichteten, dass das Feuerwerk während des Konzerts der Bukarester Band Goodbye to Gravity zunächst eine mit Schallschutz-Schaum verkleidete Säule in der Nähe der Bühne entzündet habe.

Massenpanik

Nach vergeblichen Lösch-Versuchen eines Wachmanns habe sich das Feuer auf Decke und Wände ausgebreitet. Daraufhin sei es zu einer Massenpanik gekommen, weil zunächst nur einer von zwei Ausgängen des Kellerlokals offen gewesen sei. Viele Gäste seien in dem dichten Rauch niedergetrampelt worden. Staatspräsident Klaus Iohannis gab den Betreibern des Lokals die Schuld. "Die Tragödie ist geschehen, weil einfache Regeln ignoriert wurden", sagte er nach einem Besuch am Unglücksort. Das Lokal sei für ein solches Konzert "total ungeeignet", zudem sei es in "unvorstellbarer" Weise überfüllt gewesen. Er sei "erschüttert und tief traurig".

(dpa)

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