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Radio Hamburg

Terror in Frankreich

Polizist in Paris getötet - IS reklamiert Attacke für sich

Paris, 21.04.2017
Champs-Élysées Paris Terror

Panik auf der Pariser Touristenmeile Champs-Élysées: Mit einem Sturmgewehr bewaffneter Mann hat auf einen geparkten Mannschaftswagen der Polizei geschossen.

In Paris hat ein Mann auf der Touristenmeile Champs-Élysées mit einem Sturmgewehr auf Polizisten geschossen.

Nach einem tödlichen Angriff auf Polizisten mitten in Paris hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu der Tat bekannt. Bei dem Angreifer handele es sich um einen Kämpfer des IS, berichtete das IS-Sprachrohr Amak. Drei Tage vor der Präsidentenwahl in Frankreich schoss der Mann mit einer automatischen Waffe auf einen geparkten Mannschaftswagen der Polizei. Er tötete einen Polizisten und verletzte zwei weitere Beamte. Außerdem wurde auch eine ausländische Passantin von Splittern getroffen und leicht verletzt. Die Polizei erschoss den Angreifer. Kanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Präsidenten François Hollande kondoliert.

Täter kein Unbekannter 

Unterdessen wurde bekannt, dass der Tatverdächtige bei dem mutmaßlichen Terrorangriff auf Polizisten auf den Champs-Élysées in Paris bereits in der Vergangenheit wegen einer Attacke auf Polizisten verurteilt worden ist.

Der 39-Jährige, der am Donnerstag (20.04.) auf dem Prachtboulevard einen Beamten getötet und zwei weitere verletzt hat, hatte im Jahr 2005 eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren wegen versuchten Totschlags erhalten, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Er hatte demnach in Seine-et-Marne bei Paris versucht, einen Polizisten, einen Polizeischüler und dessen Bruder zu töten. Es war zunächst unklar, wie großen Teil dieser Strafe der Verdächtige verbüßt hatte.

Ein Mann hatte am Donnerstagabend, wenige Tage vor der französischen Präsidentenwahl, auf den Champs-Élysées mitten in Frankreichs Hauptstadt mit einer automatischen Waffe auf einen geparkten Mannschaftswagen der Polizei geschossen. Ein Polizist starb, zwei weitere Beamte sowie ein Touristin wurden verletzt. Die Polizei erschoss den Angreifer. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Attacke für sich. Staatspräsidenten François Hollande sagte, es spreche einiges für einen Terrorakt. Laut AFP hatte es gegen den mutmaßlichen Täter bereits eine Untersuchung von Anti-Terror-Ermittlern gegeben. (dpa/apr)

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