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Radio Hamburg

Tödliches WhatsApp-Spiel?

Blue Whale Challenge treibt Jugendliche angeblich in den Suizid

Hamburg, 03.07.2017

Die Blue Whale Challenge alarmiert momentan die Eltern jugendlicher Kinder. Denn die angebliche Challenge treibt Jugendliche in den Freitod. 

Wer den Film "Nerve" mit Emma Roberts und Dave Franco kennt, der wird wissen, dass Challenges mittlerweile nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Früher wollten wir uns nur selbst beweisen, dass wir über uns hinauswachsen können. Doch heutzutage will sich jeder nur noch mit seinem Highscore übertreffen. Wer macht das gefährlichste und atemberaubendste Foto? Wer traut sich auf die höchste Spitze eines Wolkenkratzers ohne Sicherung zu klettern? Die Blue Whale Challenge ist mindestens genauso gefährlich und wird momentan über WhatsApp ausgeweitet.

Tödliche Challenge

Bei "Nerve" geht es um eine App mit eben diesem Namen, in der den Usern verschiedene Aufgaben gestellt werden. Es gibt Player und Watcher. Die Player sind die, die die von den Watchern gestellten Challenges ausführen. Das führt letztendlich dahin, dass die Challenges immer gefährlicher werden und letztendlich darin enden, dass ein Player einen anderen Player erschießen soll. Im Film werden die Hauptdarsteller durch einen Plan vor dem Tod bewahrt, doch im wahren Leben sieht das ganz anders aus. Denn momentan macht die Blue Whale Challenge die Runde. Innerhalb von 50 Tagen soll man 50 verschiedene Aufgaben erledigen. Die letzte lautet Selbstmord. Wer es bis dahin schafft, hat "gewonnen". In Russland hat dieses "Spiel" seinen Ursprung, dort sollen mittlerweile sogar bis zu 130 Jugendliche sich das Leben genommen haben - im Rahmen der Blue Whale Challenge. Jedoch ist immer noch umstritten, inwieweit die Selbstmorde von einer Challenge beeinflusst wurden. 

Gibt es die Challenge wirklich?

Ob es das Spiel wirklich gibt, kann momentan noch nicht gesagt werden. Fakt ist, dass der Name der Challenge, Blue Whale, von seinem Namensgeber übernommen worden ist, da Blauwale manchmal den Freitod wählen, in dem sie freiwillig auf einen Strand zusteuern und dort sterben. Genau dieses Ziel hat die Challenge auch. Ähnlich wie im Film "Nerve" bekommen die Teilnehmer dieser angeblichen Challenge eine Nachricht über WhatsApp von einem Unbekannten. Dieser stellt dann die Aufgaben, die mal harmlos und mal gefährlich sind. Dazu gehört unter anderem die Aufgabe, um 04:20 Uhr aufzustehen und ein Horror-Video zu gucken. Jedoch gibt es auch eine Aufgabe, bei der man sich einen Blauwal in den Unterarm ritzen soll. Ob diese Challenges wirklich bestehen, oder ob sowieso bereits Suizid-gefährdete Jugendliche sich im Internet über verstörende "Todes-Challenges" informiert haben, ist bisher unklar. Jedoch soll dieser angeblich Trend bereits nach Europa schwappen und alarmiert die Eltern. 

 

Wer depressiv ist, lässt sich schnell von solchen Berichten beeinflussen und in ihrer Meinung bestärken, sie sollten ihr Leben beenden. Geht es Dir genau so, dann kontaktiere bitte sofort die kostenlose Telefonseelsorge unter 0800 3344533 oder 0800 1110111. Jugendliche finden zusätzlich Hilfe unter der 116 111. Besorgte Eltern wenden sich an die 0800 1110550. 

(pgo)