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Radio Hamburg

Preisabsprachen beim Waschmittel

Strafe für Ariel und Coral

RHH - Expired Image

Der Verbraucher ist durch die Waschmittel-Preisabsprache schwer geschädigt worden.

Die drei führenden Waschmittelhersteller haben den Kunden betrogen.

Brüssel/Düsseldorf - Die drei führenden Waschmittelhersteller Europas, Procter & Gamble , Unilever und Henkel haben drei Jahre lang illegale Preisabsprachen gemacht und damit den Verbraucher betrogen. Henkel hat das Kartell durch eine Selbstanzeige zum Einsturz gebracht und muss nichts zahlen, die anderen zahlen Geld-Strafen von 104 bis 211 Millionen Euro.

Verbraucher massiv geschädigt

Auf dem hart umkämpften Markt hielten die drei führenden Waschmittelproduzenten Europas drei Jahre lang die Preise künstlich hoch. Die Absprache betraf Vollwaschmittelpulver für die Maschinenwäsche in acht Ländern, darunter Deutschland - und garantierte den Konzernen gute Einnahmen. "Sie verlangten von den Verbrauchern Preise, die höher sind, als wenn der Wettbewerb ordnungsgemäß funktioniert", sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.
Die höchste Strafe entfällt auf Procter & Gamble mit 211 Millionen Euro, Unilever muss 104 Millionen Euro überweisen. Beiden Firmen wurde die Strafe ermäßigt, weil sie geständig waren und der Kommission bei der Aufklärung des Falls halfen. Die Summen seien hoch ausgefallen, weil die Umsätze der Konzerne, der hohe gemeinsame Marktanteil und der "besonders gravierende Charakter der Zuwiderhandlung" berücksichtigt wurde. "Die Firmen wollten ihre Marktanteile halten und vereinbarten, die Preise nicht zu senken, selbst wenn sie die Verpackung verkleinerten", sagte Almunia.

Verbraucher und Haushalte seien massiv geschädigt worden: "Diese Waschmittel finden sich alle prominent in Supermärkten und Geschäften". Bei Henkel in Düsseldorf hieß es, das Unternehmen habe umfassend mit der EU-Kartellbehörde zusammengearbeitet. Die Verstöße aus den Jahren 2002 bis 2005 seien vor drei Jahren von Henkel festgestellt und die Behörden informiert worden. Unilever erklärte, der Konzern habe dem Strafmaß zugestimmt. Die Summe liege deutlich unter den 110 Millionen Euro, die das Unternehmen in Erwartung der EU-Forderung zurückgestellt habe. Wie Procter & Gamble habe auch Unilever eine zehnprozentige Kürzung auf die Strafe als Anerkennung für die Kooperation mit den EU-Ermittlern erhalten.