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Radio Hamburg

Euro-Angst

Kampf um die Gemeinschaftswährung

RHH - Expired Image

Die europäischen Börsen sind erneut auf Talfahrt gegangen.

Die europäische Schuldenkrise wird immer bedrohlicher und die EU wird wohl nahezu alles tun, um den Euro zu stützen.

Brüssel - In diesen Tagen wird so deutlich wie selten, dass Geld die Welt regiert. Oder vielleicht sollte man eher sagen: Finanzmanager.

Die EU-Finanzminister haben Dienstag (12.07.2011) nahezu alles in ihren Möglichkeiten Stehende getan, um Griechenland finanziell über Wasser zu halten und die Finanzmärkte zu beruhigen, wie es so schön heisst. Der Euro-Rettungsfonds bekommt neue Aufgaben und es soll ein neues Hilfspaket für die Griechen geben. Trotzdem sind die Börsen auf Talfahrt gegangen.

Überhaupt müssen alle Hilfsvorhaben erfolglos bleiben, wenn Finanzmanager in den Rating-Agenturen fast schon spielerisch dahinsiechende Patienten totschreiben.
Nachdem sie jahrelang die absurdesten Anlageformen als gewinnträchtig bewertet haben, wird nun ein Euro-Land nach dem anderen in den Boden gerammt.

Die mächtige Ratingagentur Moody's hat Dienstag (12.07.2011) Abend nun auch irische Staatsanleihen auf "Ramschniveau" herabgestuft und warnt Investoren vor den Gefahren eines Investments. Für das hoch verschuldete Irland dürfte es nun noch schwieriger und teurer werden, an frisches Geld zu gelangen.

Mit allen Mitteln wollen die EU-Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer eine Ausbreitung der Schuldenkrise auf große Länder wie Italien oder Spanien verhindern. Wegen der sich immer weiter zuspitzenden Lage auf den Finanzmärkten
ist ein Krisentreffen an diesem Freitag (15.7.) geplant, wie Diplomaten am Dienstag in Brüssel sagten.