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Radio Hamburg

Geschickte Sprit-Abzocke

Druck auf Mineralölkonzerne

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Preisabsprachen ohne Worte, nur mit Blick auf die Konkurrenz. Dem soll jetzt Einhalt geboten werden.

Bundeswirtschaftsminister Rösler will die Mineralöl-Multis dazu bringen, nur noch einmal täglich Sprit-Preise zu ändern.

Berlin - Der gestern veröffentlichte Bericht des Bundeskartellamtes zeigt es Schwarz auf Weiss. Die deutschen Mineralkonzerne zocken die Autofahrer so geschickt ab, dass man es ihnen nicht justiziabel vorwerfen kann. Weil nur wenige Unternehmen am Markt sind, braucht es keine Preisabsprachen, um eine einheitliche Preispolitik vorzunehmen. Es genügt der Blick auf die Preisanzeige der Konkurrenz.
Deswegen will Bundeswirtschaftsminister Rösler nun prüfen, ob er die Konzerne zwingen kann, die Benzinpreise maximal nur noch einmal am Tag zu ändern.

"Die Unternehmen verstehen sich ohne Worte. Das führt zu überhöhten Preisen", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Die Wettbewerbsbehörde geht auf Grundlage ihrer Untersuchung davon aus, dass die fünf großen Konzerne Aral/BP, Shell, Jet, Esso und Total ein marktbeherrschendes Oligopol auf den Tankstellenmärkten in Deutschland bilden. Dieser Befund sei von grundlegender Bedeutung für die kartellrechtliche Arbeit im Kraftstoffsektor, sagte Mundt. "Aufgrund unserer Erkenntnisse werden wir eine weitere Konzentration der Tankstellenmärkte verhindern und darauf achten, dass die Oligopolisten ihre Marktmacht nicht missbräuchlich ausnutzen." Bei der Fusionskontrolle werde eine äußerst harte Linie verfolgt.
Der Shell-Konzern wies den Vorwurf der missbräuchlichen Preisgestaltung zurück. «Der deutsche Tankstellenmarkt ist einer der wettbewerbsintensivsten der Welt. Für mich steht außer Frage, dass dieser Markt absolut funktioniert", sagte Peter Voser, Vorstandschef der Royal Dutch Shell, dem "Handelsblatt".

Preisänderungen aller drei Stunden

Rund 65 Prozent des Kraftstoffabsatzes entfällt bundesweit auf die großen Fünf. Nicht die Pächter der Tankstellen, sondern die Konzerne bestimmten die Preise. Dabei informierten sie sich nicht gegenseitig, sondern beobachteten die Preisentwicklung. "Das ist erlaubt", sagte Mundt.

Von Januar 2007 bis Ende Juni 2010 hat das Bundeskartellamt die Daten aller Preisänderungen an über 400 Tankstellen von 19 Mineralölunternehmen in den Großräumen Hamburg, Leipzig, Köln und München erfasst und ausgewertet. Daran lasse sich nachweisen, dass die Marktstruktur es den Mineralkonzernen ermögliche, die Preise an der Tankstelle nahezu einheitlich zu bewegen. Es ergäben sich präzise Preissetzungsmuster. In nahezu allen Fällen seien Aral oder Shell der Vorreiter bei flächendeckenden Preiserhöhungen. Exakt drei Stunden später passe das jeweils andere Unternehmen seinen Preis an. Die übrigen Oligopolisten folgten ebenfalls in festen Zeitkorridoren.

Sprit-Preise vergleichen

Unter http://www.clever-tanken.de/ können Sie die Preise des jeweiligen Kraftstoffes an den Tankstellen in Ihrer Umgebung vergleichen und sich ggf. die günstigste Tankstelle in Ihrer Naähe heraussuchen. Das ist ein externes Angebot, wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.