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Radio Hamburg

Generalstreik

Chaos in Griechenland

Ausschreitungen in Athen

In Athen kam es bei einer Demonstration Mittwoch (19.10.2011) zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Das Parlament in Athen will im Tagesverlauf ein neues Gesetz verabschieden, das erstmals seit 100 Jahren die Entlassung von Beamten möglich machen soll.

Athen - Die Griechen gehen in Tag zwei ihres Mega-Streiks. Das Parlament in Athen will im Tagesverlauf ein neues Gesetz verabschieden, das erstmals seit 100 Jahren die Entlassung von Beamten möglich machen soll. Soetwas wäre auch bei uns undenkbar - aber die nahende Pleite Griechenlands macht's möglich. Darüber hinaus sollen die Gehälter der Staatsbediensteten um weitere 20 Prozent gekürzt und mehr Steuern erhoben werden.

Die Demonstrationen gegen das Sparprogramm sind unterdessen teilweise eskaliert. Mehrere hundert Demonstranten haben sich in Athen Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die teils vermummten Krawallmacher schleuderten Brandsätze auf Einsatzkräfte, legten Brände und zerstörten Schaufenster. Zudem versuchten sie, den Eingang des Parlamentes zu erreichen. Die Polizei setzte massiv Schlagstöcke, Tränengas und Blendgranaten ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben. Zuvor hatten 200.000 Menschen auf dem zentralen Platz Athens vor dem Parlament und in den umliegenden Straßen friedlich gegen die Sparpolitik der Regierung demonstriert.

Das öffentliche Leben in Griechenland wurde durch die massivsten Streiks der letzten Jahre weitgehend lahmgelegt. Der griechische Luftraum blieb über Stunden für alle kommerziellen Flüge von und nach Griechenland geschlossen. Viele Flüge wurden verschoben oder fielen aus. Auch mehrere Dutzend Flüge aus und nach Deutschland waren betroffen. Die deutschen Reiseveranstalter hatten sich mit Sonderflugplänen vorbereitet.

Streiks werden fortgesetzt

Die Gewerkschaften in Griechenland wollen ihre massiven Streiks fortsetzen und das öffentliche Leben des Landes Donnerstag (20.10.2011) erneut lahmlegen. Erneut sollen Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken bestreikt werden. Ärzte behandeln in Krankenhäusern nur Notfälle. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sollen wieder für mehrere Stunden bestreikt werden. Zu dem Streik haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände aufgerufen. Für den Nachmittag sind erneut Demonstrationen geplant.

 

(dpa)