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Radio Hamburg

Euro-Krise

Griechenland verliert Vertrauen

Griechenland, Flagge, Fahne

Seine Sparziele kann Athen kaum noch erreichen. Erstmals wird in der Eurozone laut über eine Griechen-Pleite nachgedacht.

Ist Griechenlands Pleite noch zu verhindern? Noch zeigen sich viele Politiker optimistisch, aber die Hoffnung schwindet.

Athen - Hinter den Kulissen der Griechenland-Krise wird mittlerweile mit dem schlimmsten gerechnet. In Berlin trifft sich EU-Kommissionspräsident Barroso jetzt mit Kanzlerin Merkel. Mit Finnlands Ministerpräsidenten Katainen kommt dann Dienstag (13.09.2011) ein Griechenland-Skeptiker in die Hauptstadt - er pocht auf weitere Garantien und blockiert bisher eine Einigung.

Das griechische Schulden-Drama wird immer schlimmer und der Glaube an ein Euro-Wunder schwindet. Das Land versinkt in der Rezession, die Wirtschaft soll um mehr als fünf Prozent schrumpfen - die Folge: die Steuereinnahmen sinken, die Sozialausgaben steigen. Seine Sparziele kann Athen kaum noch erreichen. Erstmals wird in der Eurozone laut über eine Griechen-Pleite nachgedacht, sogar FDP-Chef Phiillip Rösler schließt eine Insolvenz nicht aus

Der erweiterte Euro-Rettungsschirm soll dann einen Flächenbrand in Europa verhindern, heißt es. Die Streitfrage: Kann Griechenland trotzdem im Euro-Raum bleiben? Der griechische Ministerpräsident Papandreou will mit allen Mitteln kämpfen. In einem Kraftakt sollen mit der neuen Immobiliensteuer zwei Milliarden Euro in die leeren Staatskassen gespült und so die ärgsten Löcher gestopft werden.

Die großen Banken lässt das auch kaum hoffen - sie machen sich darauf gefasst, dass die Ratingagentur Moody‘s das Land schon in den nächsten Tagen weiter herabstufen wird - ein nächster Schritt in Richtung Pleite.