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Radio Hamburg

11.750 Beschäftigte vom Arbeitsplatzabbau betroffen

Schlecker schließt jede zweite Filiale

Schlecker Drogerie

Ende Januar hatte Schlecker beim Amtsgericht Ulm Insolvenz beantragt.

Jede zweite Filiale der insolventen Drogeriekette Schlecker wird geschlossen und rund die Hälfte der Arbeitsplätze gestrichen.

Frankfurt/Main/Ehingen, 29.02.12

Die insolvente Drogeriekette Schlecker schließt jede zweite Filiale und streicht rund die Hälfte der Arbeitsplätze. Das kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Mittwoch in Frankfurt an. „Das ist ein überlebensnotwendiger Einschnitt“, sagte er.

Insgesamt sollen lediglich rund 13.500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Momentan gehe er davon aus, dass  11.750 Beschäftigte in den Schlecker-Filialen vom Arbeitsplatzabbau betroffen sein.

Hälfte der Geschäfte wird geschlossen

Zudem sollen 3.000 der bislang rund 6.000 Geschäfte des Familienkonzerns aus dem schwäbischen Ehingen schließen. Ausgenommen von den harten Einschnitten sei zunächst die Tochter IhrPlatz mit ihren rund 6.000 Arbeitsplätzen und 650 Filialen. Schlecker hatte am 23. Januar beim Amtsgericht Ulm Insolvenz beantragt, kurz danach folgte die Tochter IhrPlatz.

Schlecker-Auslandstöchter sind nicht involviert

Derzeit arbeiten rund 32.000 Mitarbeiter im Konzern und seinen insgesamt rund 7000 Filialen. Die Schlecker-Auslandstöchter sind bislang nicht insolvent. Nun werde er Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite für eine schnelle Einigung führen. Ende März solle bereits das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Danach dürfe Schlecker nicht mit Verlusten weitergeführt werden. Sonst ließen sich auch keine möglichen Investoren finden, erklärte Geiwitz.

(dpa)