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Radio Hamburg

Griechenland-Hilfe

Zweites 130 Milliarden Hilfspaket freigegeben

Griechenland, Flagge, Fahne

Mit Milliardenkrediten und einem Schuldenverzicht privater Gläubiger wird Griechenland erneut in letzter Minute vor dem Staatsbankrott bewahrt.

Brüssel, 21.02.2012

Zwölf Stunden lang haben sie verhandelt, dann ist die Einigung da gewesen und die Finanzminister der Euroländer haben das zweite, 130 Milliarden Euro umfassende Finanzpaket zur Rettung Griechenlands freigegeben.
Die Griechen bekommen davon allerdings kaum etwas, mit dem Geld werden die nächsten Schuldentranchen des Landes bei den privaten Investoren abbezahlt.Wirklich helfen könnte dem Land ein Investitionsprogramm, das die Wirtschaftsleistung steigert. Die allerdings dümpelt zwischen Urlaubsinseln und Olivenbäumen und wird durch die Sparprogramme der Regierung und Massenentlassungen noch dürftiger. 
Mit unseren Finanzspritzen geben wir dem griechischen Patienten soviel Valium, dass er sein Sterben gerade noch merkt. Das ist Quälerei. 

Marathon-Meeting bis zur Einigung

Im Gegenzug muss Griechenland mehr Kontrollen akzeptieren und eine Teil seiner Budgethoheit abgeben. Auch das von Deutschland geforderte Sperrkonto gehört dazu. Erstmals wollen auch Banken, Versicherungen und Fonds Athen einen Teil ihrer Forderungen erlassen. Sie sollen laut der Einigung unmittelbar auf 53,5 Prozent - also etwas mehr als die Hälfte - ihrer Forderungen an Griechenland verzichten. Das bedeutet für Athen nach Angaben des internationalen Bankenverbands IIF eine Entlastung um 107 Milliarden Euro. Der IIF sprach von der "bisher größten Umstrukturierung von Staatsschulden" aller Zeiten. Ob auch wirklich genügend Banken bei dem Schuldenschnitt mitmachen, um die Summe zu
erreichen, werden jedoch erst die kommenden Wochen zeigen. "Wir erwarten eine sehr hohe Beteiligungsrate", sagte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker.

Wegen der wirtschaftlichen Rezession ist die Lage Griechenlands schlimmer als zunächst bekannt. Das Volumen des Hilfspakets reichte daher nicht aus und musste nachgebessert werden. Nationale Parlamente, darunter der Bundestag, müssen dem noch zustimmen. Neben den privaten werden auch öffentliche Geldgeber stärker zur Kasse gebeten. (dpa)