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Radio Hamburg

Krankenkassen

Debatte um Überschuss-Verwendung

RHH - Expired Image

In der Krankenversicherung häufen sich Milliarden-Überschüsse an - zudem hat der Gesundheitsfonds ein dickes Polster. Doch den Versicherten werden Rückzahlungen des Beitragsgelds verweigert.

Viele Krankenkassen haben üppige Überschüsse gemacht, aber nur die wenigsten wollen sie wieder herausrücken.

Berlin, 14.02.2012

Trotz eines Milliardenpolsters in der Krankenversicherung wollen die großen Krankenkassen und die Bundesregierung die Versicherten finanziell nicht entlasten. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sowie die CDU riefen die Kassen weiter auf, ihre Wettbewerbschancen durch Prämienausschüttungen zu nutzen. Gleichzeitig will Bahr die Milliardenreserve des Gesundheitsfonds aber nicht für eine allgemeine Beitragssenkung verwenden, die unabhängig davon auch möglich wäre. Mit Spannung werden für die kommenden Tage die Bilanzen der Einzelkassen fürs vergangene Jahr erwartet.

"Auch jede einzelne Kasse muss im Interesse ihrer Versicherten und Beitragszahler auf nachhaltige Stabilität setzen, statt Prämien-Jojo zu spielen", sagte der Vorstandschef des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann, am Montag in Berlin. Die Ortskrankenkassen verbuchten nach den jüngsten Zahlen einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro. Auch andere Kassen wiesen den Aufruf Bahrs zurück.

Der Sprecher der größten Kasse Barmer GEK, Athanasios Drougias, sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Wir möchten unseren Versicherten kein Beitrags-Zickzack zumuten." Die Barmer GEK erwartet für 2011 einen Überschuss von 300 Millionen Euro. Zur Techniker Krankenkasse (TK) erwarten Branchenkenner, dass sie auch das Gesamtjahr mit einem Überschuss in der Größenordnung der jüngsten offiziellen Zahl von 745 Millionen Euro abschließt.

Rund sieben Millionen Versicherte bei rund 30 Anbieter könnten laut "Financial Times Deutschland" von Prämienerstattungen profitieren. Krankenkassen können an Versicherte Prämien zahlen, wenn sie aus der Geldsammelstelle Gesundheitsfonds mehr Geld bekommen als sie brauchen. Andernfalls müssen sie Zusatzbeiträge erheben.

Bahr hielt den Druck auf die Kassen aufrecht. "Die Möglichkeit, eine Prämie auszuzahlen, wäre eine Möglichkeit, den Wettbewerb zu fördern", sagte Bahr-Sprecher Christian Albrecht. "Eine Beitragssenkung bietet diese Möglichkeit nicht, weil sie pauschal alle Kassen treffen würde, auch die Kassen, die keine Rücklagen hätten."

(dpa)