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Radio Hamburg

Vorfeldmitarbeiter müssen Streik sofort beenden

GdF will gegen verfügten Stopp vorgehen

Flughafen, Frankfurt, Vorfeldmitarbeitert, Abfertigung, Streik, Fraport

Wie geht es für die Vorfeldmitarbeiter nach der einstweiligen Verfügung weiter? 

Das Gericht hat auf Antrag des Flughafenbetreibers Fraport und der Lufthansa eine einstweilige Verfügung gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung erlassen, welche jedoch dagegen vorgehen will.

Frankfurt/Main, 29.02.12

Die Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen müssen ihren Streik sofort beenden. Das entschied das Frankfurter Arbeitsgericht fast zwei Wochen nach Beginn des Arbeitskampfes. Das Gericht erließ am Mittwoch auf Antrag des Flughafenbetreibers Fraport und der Lufthansa eine einstweilige Verfügung gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF).

Gegen Friedenspflicht verstoßen

Der Arbeitsrichter Matthias Kreutzberg-Kowalczyk nannte formale Gründe für seine Entscheidung. Die GdF hatte seiner Einschätzung nach mit zwei Detailforderungen gegen die Friedenspflicht aus dem alten Fraport-Tarifvertrag verstoßen. Dabei ging es um Arbeitsschutzregelungen und ein Nachtschichtverbot für ältere Mitarbeiter. Die Gewerkschaft sei frei, jederzeit wieder einen Streik ohne diese beiden Forderungen zu beginnen, sagte Kreutzberg-Kowalczyk. Zur Verhältnismäßigkeit des Streiks äußert sich das Gericht nicht.

Unterstützungsstreik als unverhältnismäßig eingeschätzt

Am Vortag hatte derselbe Richter den Unterstützungsstreik der Fluglotsen für die Vorfeldleute als unverhältnismäßig eingeschätzt und ebenfalls gestoppt. Der Flughafenbetreiber Fraport hat seine Schäden aus dem Streik seit Donnerstag vorvergangener Woche auf 3,5 Millionen Euro beziffert. Die Lufthansa spricht bislang von hohen zweistelligen Millionenverlusten.

GdF will gegen verfügten Stopp vorgehen

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will gegen den verfügten Stopp ihres Streiks am Frankfurter Flughafen vorgehen. Die GdF kündigte zunächst nur an, in die Berufung gehen zu wollen, die aber nach Auskunft ihres Anwalts keine aufschiebende Wirkung hat. Ein Termin beim Hessischen Landesarbeitsgericht stand am Mittag noch nicht fest. Man werde sich schnell mit Fraport über die schnelle Beendigung des Streiks beraten, sagte der GdF-Vorsitzende Michael Schäfer.

(dpa)