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Radio Hamburg

Airbus plant Werk in den USA

Konzern will mit dem A320 durchstarten

Mobile/Hamburg, 03.07.2012
Airbus, A320, Pressebild

Airbus will mit dem A320 in den USA durchstarten.

Flugzeugbauer Airbus zieht es nach Amerika. Der europäische Konzern plant ein neues Werk im Süden der USA.

475 Millionen Euro teuer, sieben große Hallen und eine eigene Startbahn: Airbus baut ein riesiges Werk mitten im Heimatland des Erzrivalen Boeing. Die Airbus-Mitarbeiter in Europa sollen deshalb aber nicht weniger zu tun bekommen, versichert das Management.

Angriff auf Boing

Mit dem Bau seines ersten Werkes in den USA startet der europäische Flugzeugbauer Airbus einen Frontalangriff auf den Erzrivalen Boeing. Die Europäer setzen für umgerechnet 475 Millionen Euro sieben große Hallen auf die grüne Wiese samt nötiger Startbahn. Schon in drei Jahren sollen in der Hafenstadt Mobile im Bundesstaat Alabama die ersten Maschinen der Serie A320 montiert werden. Es ist eine Kampfansage an Boeing.

USA ist der größte Absatzmarkt

"Wir müssen in den USA sichtbar sein", sagte der neue Airbus-Chef Fabrice Brégier bei der Vorstellung der Pläne vor Ort. In keinem anderen Land der Erde werden mehr Flugzeuge verkauft als in den Vereinigten Staaten. Bislang sind die USA aber die Schwachstelle der Europäer, die sich weltweit mit dem Titel des größten Flugzeugbauers schmücken. "Wir sind der Überzeugung, dass wir einen größeren Anteil am Markt bekommen können", sagte Brégier.

In den USA beherrscht das Boeing-Konkurrenzmodell B737 die Lüfte. Die Maschinen mittlerer Reichweite mit ihren 100 bis 200 Sitzen sind ideal, um die Städte in dem weiten Land miteinander zu verbinden. Airbus' Hoffnung ist, dass eine Fertigung vor Ort das Eis bei den US-Fluggesellschaften bricht. Die Chefs mehrerer Airlines äußerten sich bereits positiv. Überdies fällt das Wechselkursrisiko durch die US-Produktion weg. Flugzeuge werden weltweit in Dollar gehandelt.

Kein Stellenabbau im Hamburger Werk

Thomas Enders, Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, trat der Befürchtung entgegen, dass das neue US-Werk Jobs in Europa gefährde. Airbus baut den A320 unter anderem in Hamburg. "Nein, das heißt überhaupt keinen Abbau von Arbeitsplätzen. Wir rechnen im Gegenteil damit, dass jeder Arbeitsplatz, der in Mobile jetzt entsteht, ungefähr vier Arbeitsplätze bei Airbus nach sich zieht," So Enders beim Fernsehsender n-tv.

Vorfertigung in europäischen Werken

Airbus schätzt den Bedarf an sogenannte Single-Aisle-Maschinen, also Flugzeugen mit einem einzigen Gang wie beim Airbus A320, in den nächsten 20 Jahren auf 4.600 Stück in den USA. "Diese Montagelinie bringt uns unseren Kunden näher", sagte Brégier. Die einzelnen Sektionen werden in den europäischen Fabriken vorgefertigt, per Schiff in den Hafen von Mobile gebracht, und im dortigen Werk dann zu kompletten Fliegern zusammengesetzt. Anschließend werden die Maschinen lackiert, getestet und an die Kunden ausgeliefert.

Mit dem Bau des Werks soll im Sommer 2013 begonnen werden, die Montage soll 2015 beginnen und die erste Auslieferung wird für 2016 erwartet. Wenn das Werk auf vollen Touren läuft, sollen 40 bis 50 Flugzeuge jedes Jahr die Hallen verlassen.

(dpa / ste)